Meister! In der großen EWE Arena wurden die bestandenen Prüfungen frenetisch bejubelt.
© Thomas Weber
Glückliche Gesichter, glänzende Aussichten
Die Handwerkskammer Oldenburg feiert über 530 neue Meister. Ministerpräsident Olaf Lies gratuliert den Führungskräften von morgen.
erstellt am 18. April 2026
Oldenburg. Bühne frei für Zukunftsmacher: Die Handwerkskammer Oldenburg hat am Samstag 535 Meisterinnen und Meister in der großen EWE-Arena geehrt. Bei der Übergabe der Meisterbriefe blickte Kammerpräsident Eckhard Stein in glückliche Gesichter: „Unsere nächste Generation von Führungskräften hat allen Grund zum Strahlen. Vor ihnen liegen glänzende Aussichten. Das Handwerk nutzt Künstliche Intelligenz, wird aber nicht durch sie ersetzt“, sagte Stein.
Die Familien und Freunde der jungen Handwerkerinnen und Handwerker sowie zahlreiche Gäste aus Handwerk, Politik und Gesellschaft spendeten tosenden Applaus. Ministerpräsident Olaf Lies gratulierte den Meisterinnen und Meistern, und betonte bei einem Podiumsgespräch: „Das Handwerk ist ein wichtiger Teil unserer Wirtschaft.“ Den Meisterinnen und Meister sagte er: „Wir können stolz sein, dass es Menschen wie euch gibt. Die Gesellschaft braucht Meisterinnen und Meister, die Betriebe übernehmen.“
Die Landesregierung werde auch in Zukunft die niedersächsische Meisterprämie fortführen, so Lies. „Wir wollen junge Menschen motivieren, nach der Dualen Ausbildung einen möglichen, weiteren Schritt zu gehen. Die Meisterprämie bleibt“, sagte der Ministerpräsident zu der Förderung, die aktuell bis zum Jahresende politisch bewilligt ist.
Ebenfalls in das Gespräch eingebunden war Mohammed Juma. Der Friseurmeister und Saloninhaber aus Rastede hatte nach seiner Flucht aus Syrien über ein Integrationsprojekt der Handwerkskammer in seinen Beruf gefunden. „Ich habe eine Einstiegsqualifizierung, die Ausbildung und den Meistertitel in Oldenburg gemacht. Dabei habe ich viel Unterstützung erfahren. Deutschland hat ein starkes Bildungssystem und der Umgang untereinander gefällt mir im Handwerk sehr gut“, sagte der 33-jährige Friseur.
In seiner Begrüßungsrede hatte Präsident Stein zuvor die Relevanz von leistungsstarken und verantwortungsbereiten Fachkräften für die Wirtschaft und die Gesellschaft hervorgehoben. „Das Handwerk stärkt mit seinen mittelständischen Betrieben den Zusammenhalt vor Ort.“ Auf dem Weg zum Meistertitel, so Stein, spüre man wie immer im Handwerk das gute Miteinander von Betrieben, Mitarbeitenden, Ehrenamt, Ausbildungsorten und Organisationen.
Der Kammerpräsident sprach darüber hinaus das Motto der Handwerkskampagne an: „Wir machen Karriere mit Gefühl.“ Laut Eckhard Stein bedeutet Karriere im Handwerk nicht nur Aufstieg oder die Jagd nach betriebswirtschaftlichen Kennzahlen. „Karriere im Handwerk heißt auch Gespür für Qualität, Gespür für Menschen und Gespür für Verantwortung.“
Heiko Henke, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer, zeigte sich am Veranstaltungsabend sehr angetan vom Meisterjahrgang: „Die Zukunftsmacher haben würdig gefeiert. Ich wünsche ihnen alles Gute für die Zukunft in den Betrieben. Motivation und Know-how sind ausreichend da – nun können sie richtig durchstarten.“ Insgesamt besuchten 1.500 Gäste die Meisterfeier. Die Ausgabe der Meisterbriefe wurde von einem Showprogramm begleitet. „Die Bilanz der zentralen Feier, die wir in dieser Form seit 2018 organisieren, fällt wieder einmal sehr gut aus“, so Henke.