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Überbetriebliche Lehrlingsunterweisungen

Die Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung (ÜLU) ist quasi die verlängerte Werkbank der Betriebe. Besonders kleine und mittlere Handwerksunternehmen sind oftmals in einem bestimmten Bereich spezialisiert und können so nicht alle Kenntnisse und Fertigkeiten, die durch die Ausbildungsverordnung vorgeschrieben sind, vermitteln. Aufgabe der ÜLU ist es, für jeden Lehrling ein einheitliches Ausbildungsniveau sicherzustellen, das sich dem technischen Fortschritt anpasst.

Die Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie und des Landes Niedersachsen sowie des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert.

Die Handwerkskammer kümmert sich um die Beantragung der Zuschüsse, sodass die kleinen und mittelständischen Betriebe eine geringere Lehrgangsgebühr für die Teilnahme ihrer Auszubildenden an den ÜLUs tragen müssen.

Ansprechpartner zu den Kursen in unserem Berufsbildungszentrum

Claudia Tholen

Telefon 0441 232-116
Telefax 0441 232-55116
tholen@hwk-oldenburg.de

Venzke

Telefon 0441 232-112
Telefax 0441 232-55112
venzke@hwk-oldenburg.de

Durchführung der Lehrgänge

Überbetriebliche Lehrlingsunterweisungen (ÜLU) sind ein wichtiger Teil der beruflichen Ausbildung im Handwerk. In Abstimmung mit den Sozialpartnern (Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände) und dem Heinz Piest Institut (HPI) aus Hannover werden die ÜLU-Lehrgänge zur Ergänzung der betrieblichen Ausbildung entwickelt.

Hier geht es zu den Unterweisungsplänen.

Als Handwerkskammer sind wir gesetzlich dazu verpflichtet, diese Lehrgänge nach Vorlage des HPI  durchzuführen, oder durchführen zu lassen.

Die Handwerkskammer Oldenburg hat gemeinsam mit den durchführenden Kreishandwerkerschaften und anderen Trägern abgestimmt, welche der möglichen Lehrgänge in den einzelnen Berufen durchgeführt werden sollen.

Der Berufsbildungsausschuss und die Vollversammlung der Handwerkskammer Oldenburg haben auf Grundlage dieser Abstimmung ÜLU Anordnungssatzungen beschlossen.

Rechtlicher Hinweis zur Freistellung zu Überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung:

Jeder Lehrling und jeder Umschüler, der in einem Betrieb im Bezirk der Handwerkskammer Oldenburg ausgebildet wird, ist verpflichtet, an denjenigen überbetrieblichen Lehrgängen teilzunehmen, die von der Handwerkskammer verbindlich mittels Satzungsbeschluss angeordnet wurden, so § 2 der Satzung der Handwerkskammer Oldenburg zur überbetrieblichen beruflichen Bildung (ÜLU-Grundlagensatzung). Lehrlinge und Umschüler, die gemäß § 2 zur Teilnahme an überbetrieblichen Lehrgängen verpflichtet sind, sind von dem Ausbildenden hierfür freizustellen und von ihm zum Besuch der Lehrgänge anzuhalten, so § 4 Abs. 1 ÜLU-Grundlagensatzung sowie § 15 S. 2 Berufsbildungsgesetz (BBiG). Ausbilder sind also verpflichtet Ihre Lehrlinge und Umschüler zu den überbetrieblichen Lehrgängen zu schicken, die von der Handwerkskammer verbindlich mittels Satzungsbeschluss angeordnet wurden.

Gegen Ausbildende, die einem Lehrling oder einem Umschüler die Teilnahme an den Lehrgängen nicht ermöglichen, sowie gegen Lehrlinge oder Umschüler, die sich einer solchen Ausbildungsmaßnahme entziehen, kann gemäß § 112 der Handwerksordnung ein Ordnungsgeld bis zu 500 Euro festgesetzt werden.

Fragen zur Organisation der ÜLUs

Telefon: 0441 232-0

E-Mail: info@hwk-online.de

Anordnungssatzungen

Hier finden Sie die Anordnungssatzungen für die Überbetrieblichen Lehrgänge, die im Kammerbezirk Oldenburg durchgeführt werden.