KI generiert: Zwei Frauen stehen lächelnd nebeneinander, während eine von ihnen eine Urkunde hält, vor einem Banner der Initiative "Frau Handwerk Nachfolge".

Staatssekretärin Mareike Wulf hat die Handwerkskammer Oldenburg ausgezeichnet. Die Urkunde nahm Susann Ruppert, Leiterin des Geschäftsbereichs Wirtschaftsförderung, in Berlin entgegen.
© Juliane Weber

Bundesministerium zeichnet Handwerkskammer aus

Frauen im Handwerk: Stärkere Präsenz fördert Chancengleichheit. Geschäftsbereichsleiterin Susann Ruppert setzt auf fünf Kernelemente. 

erstellt am 27. April 2026

Oldenburg/Berlin. Frauen im Handwerk sichtbar machen: Dieser Ansatz der Handwerkskammer Oldenburg ist von Mareike Wulf in Berlin gewürdigt worden. Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) überreichte Susann Ruppert, Geschäftsbereichsleiterin Wirtschaftsförderung, eine entsprechende Urkunde. Insbesondere die „gelebte Haltung“ beeindruckte die Jury.

Bei der Preisverleihung sagte Ruppert: „Eine stärkere Präsenz von Frauen im Handwerk sorgt dafür, dass alle – unabhängig vom Geschlecht – die gleichen Chancen auf Ausbildung, Karriere und gerechte Entlohnung haben. Dies trägt dazu bei, Vorurteile abzubauen, ein respektvolles Miteinander zu stärken und ein Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem die Leistung und die Kompetenz im Mittelpunkt stehen.“

Bei dem Wettbewerb „Frau-Handwerk-Nachfolge“, zu der die „bundesweite gründerinnenagentur“ (bga) alle 53 Handwerkskammern sowie Innungen, Kreishandwerkerschaften, Gewerkeverbände und Bildungszentren des Handwerks eingeladen hatte, gab es drei Kategorien. Die Handwerkskammer überzeugte in der Sparte „Erprobte innovative Praxisansätze“. Zudem gab es Preise für „Umsetzungsreife innovative Handlungsansätze“ und „Handwerkerinnen als starke Role Models für die Branche“.

Handwerkskammer-Hauptgeschäftsführer Heiko Henke freute sich über die Auszeichnung: „Für uns ist das Thema ‚Frauen im Handwerk‘ keine Einzelmaßnahme, sondern eine grundsätzliche Haltung. Wir finden die Aspekte in unseren Beratungen wieder, in unseren Gremien, bei unserer Öffentlichkeitsarbeit und nicht zuletzt auch durch Kooperationen.“ Susann Ruppert setzt in der Praxis auf fünf Kernelemente: Sichtbarkeitsstrategie, breiter Vorbild-Ansatz, strukturelle Verankerung, Multiplikation durch Kooperationen und eine niedrigschwellige Aktivierung.

In der Vergangenheit hat die Handwerkskammer Oldenburg bereits mehrere Kampagnen über „Frauen im Handwerk“ initiiert. Im vergangenen Jahr wurden unter dem Hashtag #handwerkistweiblich unter anderem Porträts von Unternehmerinnen auf digitalen Kanälen und in Printprodukten veröffentlicht.