
Am 13. September sind die mehr als 533.000 Beschäftigten im niedersächsischen Handwerk aufgerufen, ihre Stimme abzugeben.
© Torsten Heidemann ./. Handwerkskammer Oldenburg
Starkes Handwerk, starke Kommunen
Kommunalwahl am 13. September: Handwerkskammer Oldenburg veröffentlicht Positionspapier.
erstellt am 11. August 2026
Oldenburg. Intensive Wirtschaftsförderung, Stärkung der Infrastruktur und eine gestaltende Bildungspolitik vor Ort: Diese Punkte und weitere Forderungen haben die Handwerkskammern in Niedersachsen für die anstehende Kommunalwahl in einem Positionspapier zusammengefasst. Denn am 13. September sind die mehr als 533.000 Beschäftigten im niedersächsischen Handwerk – darunter rund 39.000 Auszubildende – sowie die Inhaberinnen und Inhaber von über 87.000 Handwerksbetrieben aufgerufen, ihre Stimme abzugeben.
Gewählt werden die Mitglieder von mehr als 2.000 Kommunalvertretungen. „Das Handwerk verfügt über ein erhebliches Wählerpotenzial. Für Kandidatinnen und Kandidaten bedeutet das: Die Anliegen des Handwerks gehören im Wahlkampf klar auf die Agenda – denn ohne das Handwerk geht es nicht“, sagt Eckhard Stein, Präsident der Handwerkskammer Oldenburg.
Mit dem Positionspapier bündelt das niedersächsische Handwerk seine aktuellen mittelstandspolitischen Forderungen mit kommunalem Bezug. „Eine zukunftsorientierte, verantwortungsbewusste und nachhaltige Kommunalpolitik kann und sollte sich daran orientieren – bei der Zielsetzung ebenso wie bei der konkreten Umsetzung nach der Wahl, im gemeinsamen Interesse von Handwerk und Kommune“, so Präsident Stein.
Zentrale Punkte des Positionspapieres sind:
Verwaltung muss schneller und digitaler werden. Das Handwerk erwartet vereinfachte und beschleunigte Genehmigungsverfahren, zügige Antragsbearbeitung sowie konsequente Nutzung digitaler Prozesse, um Investitionen und Bauvorhaben nicht auszubremsen.
Erreichbarkeit sichern – Wirtschaftsverkehr mitdenken. Für Service- und Montageeinsätze braucht es praxistaugliche Lösungen wie funktionierende Verkehrsführung, abgestimmtes Baustellenmanagement, geeignete Park- und Ladeoptionen sowie handwerkerfreundliche Parkregelungen.
Berufliche Bildung vor Ort stärken. Kommunale Bildungspolitik, bessere Berufsorientierung mit mehr Praxisbezug und eine verlässliche Erreichbarkeit von Lernorten – auch durch einen leistungsfähigen ÖPNV – sind zentrale Hebel für mehr Nachwuchs und erfolgreiche Ausbildung.
Download pdf Positionspapier zur Kommunalwahl (270,39 KB)