KI generiert: Vier Personen stehen lächelnd in einem Konferenzraum zusammen.

Auf der Landesverbandstagung in Garrel (v. li.): Maike Lotze-Franke (UFH-Landesvorsitzende Niedersachsen), Johanna Röh (Tischlermeisterin und Initiatorin Mutterschutz für Alle e.V.), Katja Lilu Melder (UFH-Bundesvorsitzende) und Melanie Kruse (Vorsitzende des UFH-Arbeitskreises Cloppenburg).
© Martina Jahn

Sicher auftreten, erfolgreich handeln

Landesverbandstagung der Unternehmerfrauen in Garrel: Persönliche Statements machen deutlich, wie Betriebe sich gut für junge Fachkräfte am Markt positionieren können.

Der Applaus war lang und das Lob dementsprechend groß: Der Arbeitskreis Cloppenburg hat die Landesverbandstagung der Unternehmerfrauen im Handwerk Niedersachsen (UFH) mit Bravour organisiert. „Es lief sogar noch einen Tick besser als gedacht und vor allem haben wir uns gefreut, dass so viele Mitglieder gekommen sind“, lautete das Fazit der Vorsitzenden Melanie Kruse. Ihr Cloppenburger UFH-Arbeitskreis war mit 40 Frauen in Garrel vertreten.

Die Landesvorsitzende Meike Lotze-Franke begrüßte 95 Teilnehmerinnen. Im Anschluss berichtete Tischlermeisterin Johanna Röh von ihrer Zeit auf der Walz. Vier Jahre und einen Tag war sie weltweit unterwegs. In Japan lernte sie beispielsweise das Schleifen von Werkzeugen. Auch die Erzählungen aus Kanada oder Neuseeland beeindruckten die Zuhörerinnen.

Ein weiteres Thema von Johanna Röh war die nicht existente Absicherung von selbstständigen Frauen, die Kinder bekommen. Die Initiatorin des Vereins „Mutterschutz für Alle“ sagte während ihres Vortrags: „Im Handwerk arbeitet man als Mensch, nicht als Mann oder Frau.“ Geschlechterrollen seien zwar nicht mehr zeitgemäß, aber immer noch weit verbreitet.

Podiumsdiskussion

Unter dem Titel „Starke Frauen im Handwerk – sicher auftreten, erfolgreich handeln“ machten Unternehmerinnen in einer Gesprächsrunde deutlich, wie Betriebe sich gut für junge Fachkräfte am Markt positionieren können. „Dazu gehören ein offenes Betriebsklima, digitale Prozesse und neue Wege bei der Bewerbersuche“, fasste Simone Niehaus, stellvertretende Vorsitzende des UFH-Kreises Cloppenburg, zusammen.

Für die Zuhörerinnen und dem eingeladenen Kammerpräsidenten Eckhard Stein war es spannend, von den persönlichen Wegen und Motivationen der Diskutantinnen zu erfahren. Ebenfalls ein Kniff, der das Gespräch noch lebendiger machte: Regina Sitterberg bezog als Moderatorin das Publikum immer wieder mit ein. Das Podium bildeten neben Simone Niehaus die UFH-Bundesvorsitzende Katja Lilu Melder, Anke Freund, Simone Schrandt und Sylvia Fredeweß. Weitere Themen waren der Aufbau einer Marke, Teambuilding, sich als Frau in Männerdomänen zu behaupten, und Zukunftsstrategien.

„Wir sind gestärkt und motiviert“, freute sich Simone Niehaus über die gelungene Landesverbandstagung. Bei der nächsten Auflage dürfen die Cloppenburgerinnen wieder als Gäste anreisen – dann geht es nach Hannover.