KI generiert: Eine Gruppe von Menschen sitzt in einem Veranstaltungsraum und nimmt an einer Ehrungsveranstaltung mit einer Projektionsleinwand teil.

Der Ehrenamtstag fand in lockerer Atmosphäre im Berufsbildungszentrum der Handwerkskammer statt.
© Torsten Heidemann

Wertschätzung für das Ehrenamt

Das Engagement für das Handwerk sichert Standards, trägt Entscheidungen mit und schafft Vertrauen – bei Auszubildenden, Betrieben und in der gesamten Region.

Ehrenamt ist im Handwerk weit mehr als ein „Extra“. Es ist ein tragendes Element der Selbstverwaltung – und damit ein wichtiger Beitrag zur Qualität in Ausbildung, Prüfungen und zur Stärkung des Handwerks in der Region.

„Genau deshalb haben wir zum Ehrenamtstag ins Berufsbildungszentrum eingeladen. Ziel des Abends war der persönliche Austausch. Ohne Tagesordnung, ohne Protokoll, ohne Zeitdruck“, sagte Kammerpräsident Eckhard Stein. In seiner Begrüßung dankte der Präsident allen, die sich ehrenamtlich für das Handwerk engagieren – etwa in Prüfungsausschüssen, als Aufsichten, im Berufsbildungsausschuss oder in der Vollversammlung.

Praxisnähe und Glaubwürdigkeit

Stein sagte weiter: „Dieses Engagement sichert Standards, trägt Entscheidungen mit und schafft Vertrauen – bei Auszubildenden, Betrieben und in der gesamten Region. Sichtbar wird das in Urkunden, bestandenen Prüfungen oder Gutachten; dahinter stehen jedoch Vorbereitung, Abstimmung und große Verantwortung.

Ein zentrales Thema war zudem das Zusammenspiel von Hauptamt und Ehrenamt: Das Hauptamt sorgt für verlässliche Organisation und rechtssichere Verfahren, das Ehrenamt bringt Praxisnähe, Erfahrung und Glaubwürdigkeit ein. Diese Kombination macht die Kammer handlungsfähig – und sorgt dafür, dass Entscheidungen aus der Mitte des Handwerks heraus entstehen.

Mit Blick auf die aktuellen Veränderungen – von Digitalisierung und Bürokratie über Energie- und Klimafragen bis hin zur Nachwuchsgewinnung – sprach der Kammerpräsident auch Künstliche Intelligenz an: als Chance, Prozesse zu erleichtern und Kommunikation effizienter zu machen. „Gleichzeitig bleibt klar: Handwerk wird KI nutzen, aber nicht durch KI ersetzt. Denn Qualität entsteht aus Können, Erfahrung und der Fähigkeit, vor Ort Lösungen zu finden“, betonte Stein.

Der Ehrenamtstag wurde von den Gästen sehr gut angenommen. Viele nutzten die Gelegenheit für Gespräche und Vernetzung; die Rückmeldungen der Gäste waren durchweg positiv.