KI generiert: Ein Mann in Arbeitskleidung steht in einer Werkstatt und zeigt auf ein Dokument, während eine blaue Silhouette daneben steht.

Sollte zum Stichtag 30. September das Verhältnis von Bewerbern und verfügbaren Ausbildungsplätzen um mehr als 10 Prozent in Richtung Bewerberüberhang gehen, gilt eine Region als "erheblich unterbesetzt".
© Hannes Harnack/Montage Julia Stier

„Melden Sie Ihre freien Ausbildungsplätze!“

Kammerpräsident Eckhard Stein appelliert an die Betriebe, für ein realistisches Bild am Ausbildungsmarkt zu sorgen. Andernfalls drohe eine unerwünschte Situation.

Seit 2024 ist in Deutschland eine so genannte „Ausbildungsplatzgarantie“ in Kraft. Sie soll laut Bundesministerium für Arbeit und Soziales für eine Stärkung im Bereich der Fachkräfte sorgen. Eckhard Stein, Präsident der Handwerkskammer Oldenburg, weist aus aktuellem Anlass auf eine Tücke hin: „Sollte zum Stichtag 30. September das Verhältnis von Bewerbern und verfügbaren Ausbildungsplätzen um mehr als 10 Prozent in Richtung Bewerberüberhang gehen, gilt eine Region als ‚erheblich unterbesetzt‘. Im vergangenen Jahr war es kurz davor.“

Der Kammerpräsident appelliert deshalb: „Melden Sie alle freien Ausbildungsplätze der Agentur für Arbeit, und zwar Ihrem Arbeitgeberservice-Mitarbeiter vor Ort. Geschieht dies nicht, entsteht ein verzerrtes Bild zwischen unversorgten Jugendlichen und angebotenen Ausbildungsstellen. In diesem Fall kann das Bundesgesetz zur Ausbildungsplatzgarantie greifen. Wir würden natürlich die unversorgten Jugendlichen lieber in unsere Betriebe bringen als in Maßnahmen von Bildungsträgern.“

Die Ausbildungsplatzgarantie fördere im schlechtesten Fall eine teure, außerbetriebliche Ausbildung, so Stein. „Die duale Ausbildung fördert die Bedarfe des Handwerks passgenauer. Berufsorientierung, Beratung und Vermittlung helfen besser als Ersatzstrukturen.“

„Handwerksbetriebe bilden junge Menschen aus und vermitteln ihnen wichtige handwerkliche Fähigkeiten und Kenntnisse“, schreiben die Agentur für Arbeit Oldenburg-Wilhelmshaven und der Agentur für Arbeit Vechta. „Mit der Meldung von freien Ausbildungsstellen unterstützen die Betriebe nicht nur die nächste Generation von Fachkräften, sondern auch die regionale Wirtschaft. Die Agentur für Arbeit bietet die bekannte und zentrale Anlaufstelle für Ausbildungssuchende und es melden sich viele Jugendliche, die sich auch für handwerkliche Berufe interessieren. So finden Unternehmen und Auszubildende zueinander.“

Durch die Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit Oldenburg-Wilhelmshaven und Vechta können Betriebe auch von den Ressourcen und Netzwerken profitieren, um Ausbildungsangebote noch attraktiver zu gestalten und den Fachkräftenachwuchs in der Region zu sichern, heißt es weiter.

Kontaktieren Sie jetzt Ihre Ansprechperson des Arbeitgeber-Service und melden Sie Ihre Stellen. Für weitere, handwerksspezifische Fragen steht Ihnen die Ausbildungsberatung Handwerkskammer Oldenburg, unter Telefon 0441 232-253 zur Verfügung.