Alternative: Betriebsübernahme

Bevor Sie ganz bei Null anfangen und mit der Neugründung eines Betriebes starten, sollten Sie überlegen, ob nicht die Betriebsübernahme eine Alternative für Ihren Start in die Selbständigkeit sein kann. Sofern der Betrieb intakt ist, bleibt Ihnen die risikoreiche Anlaufphase erspart.

Vor- und Nachteile genau abwägen

Die Vorteile einer Betriebsübernahme sind:

  • ein vorhandener Kundenstamm
  • qualifizierte und eingearbeitete Mitarbeiter
  • zweckentsprechende Betriebsräume und komplett vorhandenes Inventar
  • der Bekanntheitsgrad des Betriebes
  • vorhandene Kontakte zu Lieferanten und Kooperationspartnern
  • die Erfahrungen des Übergebers können unter Umständen genutzt werden
  • eventuell ist auch eine stufenweise Betriebsübernahme möglich.

Diesen Vorteilen können im Einzelfall aber auch eine Reihe von Nachteilen gegenüberstehen:

  • der Kapitalbedarf ist höher als bei der Neugründung
  • ein hoher Kaufpreis bzw. eine hohe Pacht oder Miete
  • die Pflicht zur Übernahme aller bestehenden Arbeitsverhältnisse
  • unterlassenen Investitionen in Maschinen und Einrichtungen
  • baurechtliche Einschränkungen
  • behördliche Auflagen
  • Gefahr der Haftung für Verbindlichkeiten, Gewährleistungen und Steuern.

Ob eine Betriebsübernahme für Sie von Vorteil ist, hängt vom Einzelfall ab. Einen überzogenen Kaufpreis sollte man keinesfalls akzeptieren, da die Gefahr besteht, dass der aus der hohen Kreditaufnahme resultierende Kapitaldienst auf Dauer nicht zu erbringen ist. 

Dipl.-Kaufmann Joachim Hagedorn
Betriebswirtschaftlicher Berater

Telefon 0441 232-236
Telefax 0441 232-55236
hagedorn@hwk-oldenburg.de

Dipl.-Kaufmann Klaus Hurling
Betriebswirtschaftlicher Berater

Telefon 0441 232-237
Telefax 0441 232-55237
hurling@hwk-oldenburg.de

Dipl.-Kauffrau Susann Ruppert
Betriebswirtschaftliche Beraterin

Telefon 0441 232-235
Telefax 0441 232-55235
ruppert@hwk-oldenburg.de

So viele Informationen wie möglich einholen

Holen Sie vor der Betriebsübernahme möglichst viele Informationen über den Betrieb, den Markt und die Wettbewerbssituation ein. Warum wird der Betrieb abgegeben, sind es plausible Alters- oder gesundheitliche Gründe? Wie steht es um die Altersstruktur und die Qualifikation der Mitarbeiter? Ist der Kundenstamm breit aufgestellt oder besteht eine starke Abhängigkeit zu einem oder zu wenigen Großkunden? Zeichnet sich für die nahe Zukunft eine veränderte Wettbewerbssituation ab? Sind die baurechtlichen Voraussetzungen zur Weiterführung des Betriebes am jetzigen Standort auch zukünftig gegeben, oder sind Auflagen zu erwarten.

Weitere Informationen finden Sie in der Broschüre „Betriebsübernahme im Handwerk“.

Bei allen Fragen können Sie sich gerne an uns wenden. Vereinbaren Sie am besten einen Gesprächstermin mit uns. 

Beratungsangebot zur Betriebsnachfolge

„Zukunft durch Nachfolge – Nachfolgemoderation für Übergeber und Übernehmer im Handwerk“ 

Das Projekt „Nachfolgemoderation im Handwerk“ wird ab 1. Januar 2017 fortgesetzt. Das Wirtschaftsministerium in Hannover und der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) fördert die Beratung von Handwerksbetrieben, deren Inhaber/innen zwischen  55  und 70 Jahre alt sind.

Neben der kostenlosen, fachlichen Beratung bei Ihnen im Betrieb können Sie sich  bei Übergabethemen begleiten lassen. Denn bei allen Zahlen und Paragraphen sollte nicht vergessen werden, dass die Übergabe des eigenen Lebenswerkes ebenso von Persönlichem und Zwischenmenschlichem geprägt ist, die jede Betriebsübergabe individuell und einzigartig macht.

Als Vorinformation können Sie sich die Broschüren „Betriebsübergabe im Handwerk“, „Betriebsübernahme im Handwerk“ oder „Kein Nachfolger – Betriebsaufgabe erfolgreich meistern“ zuschicken lassen. Auch der „Notfallordner“ mit betrieblichen und persönlichen Daten kann angefordert werden. Außerdem werden Sie jährlich zu Vorträgen über Nachfolgethemen in ihrer Region eingeladen.                      

Dieses Programm hat in den letzten fünf Jahren im Kammerbezirk Oldenburg knapp 2200 Betriebe telefonisch beraten, knapp 300 (bis Ende 2015) Inhaber/innen wurden im Betrieb besucht und 490 Besucher/innen haben an 13 Veranstaltungen teilgenommen.

Für die Fortsetzung ist eine besondere Ansprache möglicher Nachfolger/innen wie zum Beispiel Meisterschüler, Betriebswirte des Handwerks oder Techniker geplant. Unsere Berater/innen helfen potenziellen Übernehmern, einen passenden Betrieb zu finden und unterstützen sie bei der Bewältigung der Voraussetzungen und der Klärung der Finanzierung.

Jede/r, die/der Interesse am Thema hat, kann sich bei der Nachfolgemoderatorin Maggie Haardiek unter Telefon 0541/6929-960 oder per Mail m.haardiek@hwk-osnabrueck.de melden.  Sie vermittelt auch weitere Beratungen durch die Betriebswirtschaftlichen Berater/in Susann Ruppert, Joachim Hagedorn und Klaus Hurling. 

Dipl.-Kaufmann Joachim Hagedorn
Betriebswirtschaftlicher Berater

Telefon 0441 232-236
Telefax 0441 232-55236
hagedorn@hwk-oldenburg.de

Dipl.-Kaufmann Klaus Hurling
Betriebswirtschaftlicher Berater

Telefon 0441 232-237
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Dipl.-Kauffrau Susann Ruppert
Betriebswirtschaftliche Beraterin

Telefon 0441 232-235
Telefax 0441 232-55235
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