„Was ich tue, macht mich erfinderisch“, sagt Elektrotechnikermeisterin Carina Harders. Kammerpräsident Eckhard Stein (re.) und Hauptgeschäftsführer Heiko Henke freuen sich, dass ein Gesicht aus der Region bei der bundesweiten Imagekampagne des Handwerks zu sehen ist.
© Torsten Heidemann / Handwerkskammer Oldenburg

Stolz auf ihren Beruf

Carina Harders repräsentiert Millionen Handwerker

erstellt am 15. September 2020

Oldenburg. Eine von 5,5 Millionen: Die Elektrotechnikermeisterin Carina Harders gibt der neuen Imagekampagne des Handwerks ein Gesicht. Und eine Stimme: „Was ich tue, macht mich erfinderisch“, lautet ihr Wahlspruch. Zurzeit ist die Geschäftsführerin von Harders Lichtideen aus Ofen auf Fotomotiven und in bewegten Bildern zu sehen. Insgesamt gibt es fünf Botschafter, die sich bundesweit auf Bussen, Infoscreens und über 6.000 Großplakaten für das Handwerk starkmachen. Ergänzend wirbt ein TV-Spot für „die Wirtschaftsmacht von nebenan“.

Die aktuelle Botschaft des Handwerks lautet: „Wir wissen, was wir tun.“ Als Betriebswirtin im Handwerk setzt Carina Harders aufwendige Lichtinstallationen mit Smart-Home-Technologien um. In der jetzigen Plakatserie gehe es aber auch darum zu zeigen, was das Handwerk mit den Menschen macht. „Deshalb fallen Begriffe wie ‚erfinderisch‘, ‚stolz‘, ‚unabhängig‘, ‚souverän‘ oder ‚komplett‘, so die 26-Jährige. „Ich finde diese Kampagne vor allem auch deshalb so gut, weil sie unterschiedliche Handwerke sowie die Menschen dahinter abbildet. Jeder hat seine eigene Geschichte und Motivation, für die er steht, die ihn antreibt.“

Kammerpräsident Eckhard Stein freut sich, dass eine Handwerkerin aus der Region unter den Botschaftern ist. „Carina Harders hat sich mehrfach beim Tag des Handwerks engagiert und war auch schon für die elektrotechnischen Handwerke werbewirksam aktiv. Sie passt perfekt zur Kampagne“, so Stein. „Wir wollen zeigen, wie das Arbeiten im Handwerk Menschen positiv verändern kann, in dem sie ihr volles Potenzial entwickeln.“

Dass Handwerkerinnen und Handwerker überdurchschnittlich stolz auf ihren Beruf sind, geht aus einer nicht repräsentativen Studie* der Universität Göttingen hervor, die kurz vor der Veröffentlichung steht. Über 90 Prozent der Befragten gaben an, stolz auf ihren Beruf und ihre Arbeit zu sein. Für Eckhard Stein ist dies eine Bestätigung: „Gerade seit Corona erleben wir in besonderem Maße, wie bedeutend das Handwerk in Deutschland ist. Da liegt es nahe, Zufriedenheit durch die eigene Tätigkeit zu spüren.“

Zufrieden ist Carina Harders auch mit dem Abenteuer, Kampagnenbotschafterin zu sein. „Als die Anfrage kam, habe ich sofort zugesagt“, blickt die Unternehmerin ein paar Monate zurück. Es folgten zwei volle Drehtage mit Kamerateam, Fotograf und allem, was dazu gehört. Das erste Treffen für das Fotoshooting fand mit allen Akteuren in Berlin statt, der zweite Termin wurde dann im jeweiligen Betrieb abgehalten. Dort ging es darum, einen Einblick in den Arbeitsalltag zu bekommen. „Das war alles sehr professionell und perfekt durchorganisiert“, so Harders. „Eine tolle Erfahrung, die man so schnell nicht vergisst.“

 

*Die zitierte Studie wird vom Zentralverband des Deutschen Handwerks Mitte September im Vorfeld des diesjährigen „Tag des Handwerks“ (19. September) vorgestellt. Gegenüber den Vorjahren fallen die bundesweiten Veranstaltungen aus. Stattdessen wird der „Tag des Handwerks“ online stattfinden - mit einem 24-Stunden-Video-Projekt, das ab 19. September auf tdh2020.de zu sehen sein wird.

Mehr Informationen unter www.handwerk.de