Es fangen weniger Auszubildende als im vergangenen Jahr an. Dies trifft unter anderem auf die elektrotechnischen Berufe zu.
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Kurzfristige Chance auf Lehrstelle

Handwerk: Auch im Herbst ist ein Beginn noch sinnvoll

erstellt am 1. September 2020

Oldenburg. Die Corona-Pandemie hat Einfluss auf die Entwicklung der Ausbildungszahlen im regionalen Handwerk genommen. Mit Stichtag 31. August liegt die Differenz im Vergleich zum Vorjahr bei 10,1 Prozent. „Die Lücke war von Mai bis Juli größer. Somit haben noch viele Jugendliche und Betriebe zueinander gefunden“, berichtet Kai Vensler von der Handwerkskammer Oldenburg. Der Geschäftsbereichsleiter Berufsbildung nennt als absolute Zahl 2465 neue Auszubildende in diesem Jahr.

„Es gibt immer noch kurzfristige Chancen auf Lehrstellen“, sagt Vensler. Die Betriebe würden auch im September und Oktober noch Verträge schließen und Verzögerungen, die durch Corona entstanden sind, aufholen. Vensler gibt auch zu bedenken, dass zu großen Teilen in diesem Jahr der Abiturjahrgang weggebrochen ist. „Die Rückkehr zum Abitur nach 13 Jahren spüren in Niedersachsen auch die Handwerksbetriebe.“

Die Handwerkskammer Oldenburg stellt Rückgänge vor allem bei den Ausbildungsberufen Kfz-Mechatroniker, Elektroniker, Friseur und den Kaufleuten für Büromanagement fest. Leichte Zuwächse gab es bei den Zimmerern, Augenoptikern, Zahntechnikern und Bodenlegern. Auf Vorjahresniveau bewegen sich Bäcker und Fleischer.

Nach einer erfolgreichen Telefonaktion für Eltern und Jugendliche wendet sich die Handwerkskammer in diesem Monat an Berufsschulklassen mit schulpflichtigen Schülern. Dabei stehen das Aufzeigen der Vorteile einer handwerklichen Ausbildung sowie kurzfristige Vermittlungen im Fokus. „Der Endspurt hat begonnen“, sagt Kai Vensler.

Informationen zu Ausbildungsberufen: www.hwk-oldenburg.de