Hörakustiker und viele andere Handwerker sind vor allem in Notfällen für Ihre Kunden da.
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Handwerkskammer hilft auf allen Ebenen

Betriebe benötigen dringend Liquidität

erstellt am 27. März 2020

Oldenburg. Damit Gelder möglichst schnell dort ankommen, wo sie gebraucht werden, hat die Handwerkskammer Oldenburg der landeseigenen NBank Unterstützung bei der Bearbeitung der Anträge angeboten. „Seit Mittwoch gibt es einen Ansturm auf die Zuschüsse“, berichtet Hauptgeschäftsführer Heiko Henke. „Wir wollen nicht, dass die Coronakrise zu Insolvenzen führt. Deshalb stehen direkte Hilfen, finanzielle Entlastungen, Beratung und Kommunikation an erster Stelle.“

Der Hilferuf vieler Betriebe, die aufgrund von Ladenschließungen und Auftragseinbrüchen bei gleichzeitig weiterlaufenden Kosten teilweise Existenzängste gegenüber der Handwerkskammer geäußert haben, spiegelt sich in den Anträgen wider. Die Internetseite der NBank vermeldete zu Beginn akute Serverprobleme. „Ein zweites Zuschussprogramm kommt vom Bund, soll aber in den Bundesländern ausgezahlt werden. Auch da stehen wir in engem Kontakt zum Wirtschaftsministerium und zur NBank“, so Henke.

Die Handwerkskammer Oldenburg habe zurzeit Mahnungen und Vollstreckungen eingestellt. Heiko Henke weiter: „Stundungen sind kein Problem. Auch setzen wir, wo immer es rechtlich möglich und vertretbar ist, längere Fristen. In dieser schweren Zeit entlasten wir die Betriebe, wo wir nur können. Zudem setzen wir uns wie immer dafür ein, dass das Handwerk im Fokus der politischen Unterstützung steht.“

Das Handwerk trägt in Zeiten von Ausgangsbeschränkungen weiterhin zur Versorgungssicherheit der Bevölkerung bei. Die 12.700 Betriebe im Oldenburg Land beschäftigen knapp 90.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. „Um diese Dienstleistungen auch nach der Krise sicherzustellen, muss jetzt schnell, umfassend und unbürokratisch gehandelt werden“, sagt Hauptgeschäftsführer Heiko Henke.