Der landesweite Arbeitskreis Hochschule und Handwerk trifft sich zweimal im Jahr, diesmal bei der Handwerkskammer Oldenburg.
© Handwerkskammer Oldenburg

Viele Anknüpfungspunkte für Handwerk und Hochschulen

Enge Kooperation gibt Impulse für beide Seiten

erstellt am 11. März 2019

Oldenburg. „Handwerk ist bunt und vielfältig! Es bietet für Menschen mit den unterschiedlichsten Fähigkeiten eine große Bandbreite beruflicher Entwicklungsmöglichkeiten vom Auszubildenden bis zum Hochschulabsolventen.“ Mit diesen Worten hat Dr. Hildegard Sander, Hauptgeschäftsführerin der Landesvertretung der Handwerkskammern Niedersachsen, den Arbeitskreis Hochschule und Handwerk in Oldenburg begrüßt.

Bereits seit 15 Jahren tauschen sich hochrangige Vertreter der Landesministerien, der niedersächsischen Handwerkskammern und der Hochschulen regelmäßig eng aus. Zudem sind die niedersächsischen Handwerksinstitute, das Heinz-Piest-Institut an der Universität Hannover und das Volkswirtschaftliche Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen, vertreten.

Für Staatssekretärin Dr. Sabine Johannsen aus dem Ministerium für Wissenschaft und Kultur gibt es zahlreiche Anknüpfungspunkte an der Nahtstelle zwischen Hochschule und Handwerk: „Ganz gleich, ob beiderseitige Übergänge zwischen der hochschulischen und beruflichen Bildung, duale Studiengänge oder der Wissens- und Technologietransfer im Handwerk – ein enger Austausch ist ganz wichtig.“

Am Freitag tagte der Arbeitskreis in der Handwerkskammer Oldenburg. Hauptgeschäftsführer Heiko Henke nutzte die Gelegenheit und warb für gebündelte IT-Kompetenz am Standort Oldenburg. Von der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg berichtete Dr. Wolfgang Müskens über die Anrechnung beruflicher Kompetenzen durch das Projekt „PLARnet“. Aus dem Kultusministerium stellte Ministerialrätin und Referatsleiterin Frauke Keck-Pergner die Entwicklung von Berufs- und Studienorientierung an den niedersächsischen Schulen dar. Zusammen mit Dr. Johannsen gab sie Auskünfte zu den Bestrebungen, mehr Berufsschullehrkräfte im Land zu gewinnen.

Die Rückführung zum Abitur nach neun Jahren werde in Niedersachsen 2019/20 nicht zu einem Jahrgang ohne Abiturienten führen, so Dr. Johannsen. An den Gesamtschulen, Abendgymnasien, Kollegs und vor allem an den beruflichen Gymnasien werden Schülerinnen und Schüler ihr Abitur ablegen. Diese Schulformen seien von der Umstellung nicht betroffen.