Hilfsaktionen während der Coronakrise

Raumausstatterschule produziert Schutzmasken für Pflegedienste

Seit der Ausbreitung des Coronavirus sind Schutzmasken nur schwer bis gar nicht zu bekommen. Aus diesem Grunde finden sich immer mehr freiwillige Institutionen mit Improvisationstalent, die waschbare Textil-Schutzmasken nähen. Sie dienen als Tröpfchenschutz und können helfen, die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Auch die Mitarbeiter der Raumausstatterschule an der Willersstraße sind in die Produktion solcher Textil-Schutzmasken eingestiegen.

Bis zu fünf Mitarbeiter sind an der Herstellung beteiligt und haben schon über 1000 Stück genäht. Die Masken bestehen aus 50 Prozent Baumwolle und 50 Prozent Polyester und können bei einer Temperatur von bis zu 60 Grad gewaschen werden. Einen vergleichbaren Schutz wie zertifizierte Produkte bieten die selbst genähten Masken natürlich nicht. Sie sollen vielmehr für den Fremdschutz dienen und vermeiden, dass sich das Virus über Tröpfchen ungehindert übertragen kann. Die Masken werden an Oldenburger Pflegedienste abgegeben.

Eine Datenbank, in die sich Einrichtungen aus ganz Deutschland eintragen können, die dringend Masken benötigen, ist "StayHomeAndSew". Die Plattform vermittelt zwischen Suchenden und Nähenden. Auf der Internetseite gibt es zudem eine Anleitung und ein Video zum Nähen von Behelfsmasken.

Im Nordwesten gibt es mittlerweile zahlreiche Unternehmen, Initiativen und auch Privatpersonen, die sich das Nähen und Verteilen der Masken zur Aufgabe gemacht haben – über 60 Anbieter sind schon mit ihrem Eintrag auf Gemeinsam-im-Nordwesten.de  dabei.

Hajo Kreye
Stellvertretender Leiter des Berufsbildungszentrum

Telefon 0441 232-111
kreye@hwk-oldenburg.de

Voneinander lernen - Berichte aus den Betrieben

In der Krise ist es wichtig, im Austausch zu bleiben oder neue Netzwerke aufzubauen. Als kleinen Baustein möchten wir Aktionen von Betrieben veröffentlichen. Im Sinne von Best-Practice-Beispielen kann dadurch eine Plattform entstehen, auf der alle Betriebe lesen können, wie andere Gewerke oder Mitbewerber mit der Situation umgehen. Die Hilfe von Handwerker zu Handwerker erfährt mit dieser Aktion eine Bündelung guter Ideen im Oldenburger Land und macht Mut.

Wie meistert ihr die Krise konkret? Wie organisiert ihr betriebliche Abläufe? Wie beschafft ihr Material? Habt ihr euch neue Geschäftsfelder gesucht? Was wird sich nachhaltig bei euch verändern? Schreibt uns und schickt uns Fotos oder Videos! 

Torsten Heidemann
Pressesprecher

Telefon 0441 232-215
Telefax 0441 232-55215
heidemann@hwk-oldenburg.de

Aufträge und Gutscheine:
Eine Kampagne für 90.000 Handwerker

Die Folgen des Coronavirus treffen das Handwerk erheblich. „Von Tag zu Tag wird es schwieriger für die 12.700 Betriebe in unserem Kammerbezirk“, berichtete Eckhard Stein, Präsident der Handwerkskammer Oldenburg, Anfang April den Medien. „Aufträge brechen weg, fehlende Einnahmen aus Ladengeschäften schmerzen, Friseure und Kosmetiker dürfen gar nicht mehr arbeiten. Viele der 90.000 Beschäftigten stehen vor ungewissen Wochen.“

Die Kammer legte eine Sonderkampagne auf. Dabei handelte es sich um einen Appell an die Verbraucherinnen und Verbraucher und an die gewerblichen Auftraggeber, keine Aufträge oder Anschaffungen zu stornieren oder zu verschieben, die bei Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln völlig unbedenklich sind.

Die Bereitstellung des Gutscheinmusters „Gemeinsam meistern wir die Krise“ erfolgt durch die Handwerkskammer Oldenburg. Mitgliedsbetriebe können ihr Logo und ihre Betriebsdaten als Absender platzieren und für Werbezwecke einsetzen. Kommt es zur Ausstellung eines Gutscheins, so sollte auf einem Ausdruck neben dem Namen, dem Betrag und einer laufenden Nummer (dies erfolgt alles handschriftlich) auch der Firmenstempel verwendet werden. Der Versand an die Kunden kann eingescannt per Mail oder auf dem Postweg erfolgen. Übrigens: Bei Gutscheinen, die im Jahr 2020 ausgestellt werden, können Kunden noch bis Ende 2023 Rechte aus dem Gutschein herleiten.

Die Bereitstellung des Anzeigenmusters „Gemeinsam meistern wir die Krise“ erfolgt ebenfalls durch die Handwerkskammer Oldenburg. Mitgliedsbetriebe können ihr Logo und ihre Betriebsdaten als Absender platzieren und für Werbezwecke einsetzen. Speichern Sie das Dokument als PDF ab. Für ein Posting in den Sozialen Medien müssen Sie es in das jpg.-Format umwandeln. Dies geht über Bearbeitungsprogramme (Photoshop) oder Sie erstellen einen Screenshot der Datei.​

Aufruf zu Spenden von Sanitätsmaterial

Das Niedersächsische Wirtschaftsministerium ruft zu Spenden von Sanitätsmaterial auf, die über den eigenen benötigen Bedarf hinausgehen. Hintergrund ist, dass das Niedersächsische Wirtschaftsministerium vom Fachausschuss „Pflege und Gesundheit der Landesarbeitsgemeinschaft“ der Freien Wohlfahrtspflege dringend um Unterstützung bei der Beschaffung von Schutzausrüstung zur Verteilung an ambulante Pflegedienste und stationäre Pflegeeinrichtungen gebeten wurde. Auch wenn der Krankenhausbereich vorrangig ist, so benötigen die Pflegeeinrichtungen zur Fortsetzung ihrer Arbeit ebenfalls dringend Schutzausrüstung.

Insbesondere werden benötigt

  • Schutzbrillen
  • FFP 2 oder FFP 3-Masken
  • OP-Masken
  • Schutzkittel
  • Einmalhandschuhe
  • Desinfektion, Fläche
  • Desinfektion, Hand 

Weiterhin verteilt das Robert-Koch-Institut bereits Richtlinien zur Aufbereitung und Wiederverwendung von Schutzkleidung. Ein Vorschlag ist, dass Mundschutz-Masken und Schutzkittel genäht werden. Hier sind die Maßschneiderinnen und Maßschneider genannt. Es bedarf dazu allerdings der Einhaltung von fachlichen Hinweisen seitens des Robert-Koch-Instituts.

Unternehmen, die vorhandene Schutzausrüstung zur Verfügung stellen oder Mundschutzmasken und Schutzkittel produzieren können, sollten sich mit dem Lagezentrum im Niedersächsischen Innenministerium in Verbindung setzen, Tel.: 0511 120-6528 oder verbinder.mw@mi.niedersachsen.de.