© Falk Heller, www.argum.com

Prüfungen und Fördermöglichkeiten

Du möchtest deinen Gesellen oder Meister machen oder bist auf der Suche nach Fördermöglichkeiten? Hier erfährst du alles zu diesem Thema.

Abschluss- und Gesellenprüfungen

Jeder Lehrling muss während seiner Ausbildung eine Zwischenprüfung bzw. den Teil 1 der Abschluss- oder Gesellenprüfung ablegen und am Ende der Lehre in (dem Teil 2) der Abschluss- oder Gesellenprüfung beweisen, dass er die erforderlichen Fertigkeiten und Kenntnisse seines Ausbildungsberufes besitzt. Für die Abnahme dieser Prüfungen errichten die Handwerkskammer und die Innungen Prüfungsausschüsse. 

Zulassungsvoraussetzungen zur Abschluss- bzw. Gesellenprüfung: 

Zur Abschluss- bzw. Gesellenprüfung ist zuzulassen

  1. wer die Ausbildungszeit zurückgelegt hat oder wessen Ausbildungszeit nicht später als zwei Monate nach dem Prüfungstermin endet,
  2. wer an den vorgeschriebenen Zwischenprüfungen teilgenommen sowie die vorgeschriebenen Berichtshefte geführt hat und
  3. wessen Berufsausbildungsverhältnis in der Lehrlingsrolle eingetragen ist.

Prüfungszeiträume

Die Zeiträume zur Durchführung der Abschluss- und Gesellenprüfungen sind wie folgt festgelegt:

Die Sommerprüfung findet im Zeitraum zwischen Mai bis einschließlich August statt, die Winterprüfung zwischen November bis einschließlich Februar.

Somit sind für die Sommerprüfung alle diejenigen Auszubildenden anmeldeberechtigt, deren Ausbildungszeit bis zum 31. Oktober des Jahres abgeschlossen ist.

Für die Winterprüfung sind alle diejenigen Auszubildenden anmeldeberechtigt, deren Ausbildungszeit bis zum 30. April des Jahres abgeschlossen ist.

Die einzelnen Prüfungstage werden durch die zuständige Körperschaft (Handwerkskammer bzw. ermächtigte Innung) festgesetzt.

Mareile von Nethen

Telefon 0441 232-256
Telefax 0441 232-55256
von-nethen@hwk-oldenburg.de

Julia Weber

Telefon 0441 232-292
Telefax 0441 232-55292
weber@hwk-oldenburg.de

Begabtenförderung (Weiterbildungsstipendium) 

Mit dem Weiterbildungsstipendium wird begabten Absolventinnen und Absolventen einer Berufsausbildung ein Anreiz zur Karriere geboten. Das Stipendium fördert eine berufsbegleitende Weiterbildung mit bis zu 7.200 Euro.

Sie müssen zu Beginn der Förderung (1. März) jünger als 25 Jahre alt sein und besonders gute Leistungen nachweisen können.
 

Durch anrechenbare Zeiten (max. 3 Jahre) von z. B. Mutterschutz, Elternzeit, Grundwehr-/Zivildienst, einem freiwilligen sozialen/ökologischen Jahr etc. kann die Aufnahme auch nach dem 25. Lebensjahr erfolgen.

 

Die Qualifizierung wird nachgewiesen
 

  • durch das Ergebnis der Abschlussprüfung mit mindestens 87 Punkten oder besser als "gut" (bei mehreren Prüfungsteilen Durchschnittsnote 1,9 oder besser)
  • oder durch besonders erfolgreiche Teilnahme an einem überregionalen beruflichen Leistungswettbewerb
  • oder durch begründeten Vorschlag des Betriebes oder der Berufsschule.

(Nur möglich für ehemalige Prüflinge der Handwerkskammer Oldenburg)

Bitte drucken Sie folgende Unterlagen aus und entnehmen die Vorgehensweise dem Anschreiben:

Bewerbungsschluss ist der 31. Dezember jeden Jahres für die Aufnahme zu einer Weiterbildungsförderung ab dem 1. März.

Wichtig: Sollte Ihre Maßnahme bereits vor dem Aufnahmedatum (1. März) beginnen, muss die Bewerbung vor Beginn der Maßnahme bei uns eingehen (in diesem Fall gilt nicht der 31. Dezember als Bewerbungsschluss). Nach dem Bewerbungsschluss findet ein Auswahlverfahren statt. Danach erhalten Sie per Post eine Zu- oder Absage.

Sie haben eine Absage erhalten? Bis zum Erreichen der Altersgrenze (Sie dürfen zum Aufnahmetermin noch nicht 25 Jahre alt sein) ist ein erneutes Bewerben möglich.

Ein Rechtsanspruch, in das Stipendium aufgenommen zu werden, besteht nicht.

Absolventen können maximal drei Jahre lang gefördert werden (2.400 Euro pro Jahr). Ein Eigenteil von 10 Prozent pro Maßnahme ist von der Stipendiatin/dem Stipendiaten selbst zu tragen. Gefördert werden berufsbegleitende Weiterbildungsmaßnahmen, d. h. Sie müssen mindestens 15 Stunden/Woche arbeiten (nicht zwingend im erlernten Beruf). Arbeitssuchende können in das Stipendium aufgenommen werden, wenn sie dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen und die zuständige Agentur für Arbeit dies bestätigt.

 

Der Lehrgangsanbieter ist frei wählbar. Einen Überblick über das Angebot bieten Ihnen u.a. unser Kursangebot und die Weiterbildungsdatenbank Kursnet der Agentur für Arbeit.

 

Der Besuch von Weiterbildungen in Vollzeitform ist förderfähig, wenn die Stipendiatin/der Stipendiat dafür beurlaubt oder freigestellt wird. Bei Vollzeitmaßnahmen der beruflichen Aufstiegsfortbildung (z. B. Meister-/in, Techniker-/in, Fachwirt-/in usw.), die nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungesetz  (AFBG) förderfähig sind, ist der Nachweis eines Beschäftigungsverhältnisses nicht erforderlich.

 

Förderfähig sind auch berufsbegleitende Studiengänge. Maßnahmen müssen immer vor Beginn beantragt werden.

 

Voraussetzungen:
 

  1. Sie sind Stipendiat/in des Weiterbildungsstipendiums.
  2. Sie arbeiten mindestens 15 Stunden/Woche (nicht zwingend im erlernten Beruf).
  3. Die Maßnahme darf noch nicht begonnen haben.
  4. Die Maßnahme baut auf Ihrer Ausbildung oder Berufstätigkeit auf.

 

Maßnahmen, die vor der Aufnahme in das Weiterbildungsstipendium bereits begannen, können nur unter folgenden Voraussetzungen anteilig ab Aufnahmedatum (1. März) bezuschusst werden:

 

  1. Die Maßnahme läuft mindestens noch sechs Monate nach Aufnahme (1. März) in das Weiterbildungsstipendium (längerfristige Maßnahme),
  2. der Antrag auf Aufnahme in das Weiterbildungsstipendium wurde vor Beginn der Maßnahme gestellt (das Stammblatt muss also vor Beginn der Maßnahme hier eingehen; in diesem Fall gilt nicht der 31. Dezember als Bewerbungsschluss) und
  3. die Absicht der Durchführung einer bestimmten längerfristigen Maßnahme wurde im Aufnahmeantrag (Stammblatt) genannt.
     

Die Kosten der Maßnahme sind anteilig ab der Aufnahme in das Weiterbildungsstipendium förderfähig. Sollten Sie im Jahr vor der Aufnahme bereits eine Maßnahme beginnen und nach dem Bewerbungsschluss von uns eine Absage erhalten, tragen Sie die Kosten für diese Weiterbildung komplett selber.

 

Für Hochschulabsolventen ist eine Bewerbung ausgeschlossen.

Das Geld - bislang rund 450 Millionen Euro - stammt aus dem Haushalt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Mit aktuell bundesweit über 17.000 Stipendiatinnen und Stipendiaten ist das Weiterbildungsstipendium eines der größten Stipendienprogramme überhaupt.

Bundesweit haben sich rund 133.000 Stipendiatinnen und Stipendiaten seit 1991 gezielt beruflich und persönlich weiterqualifiziert, um in ihrem Beruf noch besser voranzukommen. Jedes Jahr kommen rund 6.000 neue junge Leute hinzu.

Die nach dem Berufsbildungsgesetz zuständige Stelle, bei der das Berufsausbildungsverhältnis eines Interessenten oder Antragstellers eingetragen war, ist zuständig für die Information, Beratung, Aufnahme und Förderung.

Marion Gonsior

Telefon 0441 232-254
Telefax 0441 232-55254
gonsior@hwk-oldenburg.de

© Falk Heller, www.argum.com

Leistungswettbewerb des deutschen Handwerks

Die jahrgangsbesten Gesellinnen und Gesellen messen sich in drei Stufen miteinander: Zuerst ermittelt die jeweilige Handwerkskammer die Kammersieger, also die besten Prüfungsabsolventen der Region. In der nächsten Stufe treffen diese auf Landesebene aufeinander. In der finalen Runde kämpfen die Landessieger auf nationaler Ebene um den Titel "Bundessieger". In der Vergangenheit haben es junge Spitzenkräfte aus der Region sogar bis zum Berufsweltmeistertitel gebracht!

Mitmachen lohnt sich!

Eine Teilnahme kann sich finanziell lohnen und ein gutes Abschneiden bei einem anerkannten Wettbewerb erhöht die Karrierechancen. Ein Sieg wiegt genauso viel wie ein gutes Zeugnis. Wer gewinnt, hat sogar die Möglichkeit, seine Weiterbildung über Mittel aus der Stiftung der Begabtenförderung zu finanzieren!

Wer kann teilnehmen?

Teilnahmeberechtigt sind Junghandwerkerinnen und Junghandwerker, die ihre Gesellen- oder Abschlussprüfung in der Zeit vom Winter des Vorjahres bis zum Sommer des Wettbewerbsjahres abgelegt haben. Zum Zeitpunkt der Gesellen- und Abschlussprüfung nicht älter als 27 Jahre sind, also das 28. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und die Prüfungsleistung in der Fertigkeitsprüfung (Praxis) muss mindestens die Note „gut" betragen. 

Wie werden die Besten ermittelt?

Die Siegerinnen und Sieger der verschiedenen Ebenen werden durch die Prüfungsergebnisse der Abschluss- und Gesellenprüfung, durch Arbeitsproben oder durch Bewertungen des Gesellenstückes ermittelt. Das Verfahren variiert bei den verschiedenen Wettbewerbsberufen.

Dipl.- Oec. Heinz Auktun

Telefon 0441 232-257
Telefax 0441 232-55257
auktun@hwk-oldenburg.de

Bildergalerie: Kammersiegerehrung 2019