Begehrte Branche: Das Elektro- und Metallgewerbe ist bei den Jugendlichen beliebt.
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Jugendliche entscheiden sich wieder vermehrt fürs Handwerk

Anstieg von 8,4 Prozent bei neuen Lehrverträgen

erstellt am 4. Juli 2017

Oldenburg. In der ersten Jahreshälfte wurden bei der Handwerkskammer Oldenburg 1.607 neue Lehrverträge zum Stichtag 30. Juni registriert. Damit erhöhte sich die Zahl der neuen Lehrverträge gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 125. Dies entspricht einem Anstieg von
8,4 Prozent.

Die zahlenmäßig höchsten Zuwächse sind in den Elektro- und Metallgewerben mit 64 und dem Bau- und Ausbaugewerbe mit 44 neuen Lehrverträgen zu verzeichnen. Rückgänge sind gegenwärtig nur im Gesundheits- und Körperpflegegewerbe (minus 18 Lehrverträge) und in den kaufmännischen Berufen (minus 10 Lehrverträge) erkennbar.

Regional konnten insbesondere die Bezirke der Kreishandwerkerschaften Cloppenburg (plus 50 Lehrverträge), Oldenburg (plus 40) und Wesermarsch (plus 32) zulegen.

Zum 1. August werden auch 60 Flüchtlinge aus den Ländern Afghanistan und Syrien eine Berufsausbildung in einem handwerklichen Beruf beginnen. „Die Verdoppelung der Anzahl der Ausbildungsverträge mit Personen aus diesen beiden Ländern ist sehr erfreulich und zeigt, dass die Anstrengungen beim Spracherwerb und in den Praktika zu ersten Erfolgen führen. Wenn auch die Ausbildung mit so viel Ehrgeiz absolviert und die Sprachkenntnisse weiterhin vertieft werden, bestehen realistische Chancen auf einen erfolgreichen Abschluss“, sagt Wolfgang Jöhnk, Geschäftsbereichsleiter Berufsbildung von der Handwerkskammer Oldenburg. Sollten doch einmal Probleme auftauchen empfiehlt er den Ausbildungsbetrieben und Auszubildenden, die angebotenen Unterstützungsmaßnahmen der Handwerkskammer rechtzeitig in Anspruch zu nehmen.