© amh-online.de, Manfred Grünwald, ZDH

Berufe im Handwerk

Du weißt noch nicht, welcher Beruf für dich der Richtige ist? Die Handwerkskammer Oldenburg unterstützt dich gerne bei der Lehrstellensuche. Auf dieser Seite sind alle Handwerksberufe zusammengefasst, in denen im Oldenburger Land ausgebildet wird – von A wie Änderungsschneider/in bis Z wie Zimmerer/Zimmerin. Viel Spaß beim Stöbern!

Bauen und Gestalten

Ausbaufacharbeiter arbeiten im Neubau, bei der Modernisierung und Instandsetzung von Gebäuden. Sie kommen auf die Baustelle, wenn der Gebäuderohbau fertiggestellt ist und errichten Innenwände aus Fertigteilen, verputzen Wände oder verlegen Fliesen. 

Gestufte Ausbildung: Der Berufsabschluss kann unter anderem auf folgende Berufe angerechnet werden: Zimmerer, Stuckateur, Fliesen-, Platten- und Mosaikleger, Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer

Ausbildungsdauer: 2 Jahre (24 Monate)

Bauten- und Objektbeschichter sorgen für frische Fassaden und energiesparende Maßnahmen. Auch im Innern gibt es für sie viel zu tun – alles, was die nackten Wände, Böden und Decken dämmt und verschönert: Den Untergrund vorbereiten und darauf streichen, putzen, verlegen und tapezieren.
Schwindelfrei müssen Bauten- und Objektbeschichter sein, denn Leitern und Gerüste gehören zum 
Handwerkszeug, die auch selbst auf- und abgebaut werden. Ein Beruf für Gestalter, die gut zupacken können – und Sinn für Form und Farbe haben.

Ausbildungsdauer: 2 Jahre (24 Monate)

Die Betonbauer geben dem Beton mit modernen Arbeitsgeräten und -methoden besondere Formen und prägen damit ganze Stadtbilder. Meistens werden Großobjekte oder Industriebauten erstellt. Das Tätigkeitsfeld erstreckt sich von der Herstellung der Schalung bis zur Nachbehandlung des Betons. Dabei kann es dann schon mal hoch hinausgehen – auch beruflich. Neue Baustoffe, Bauverfahren und Erkenntnisse halten den Beruf des Beton- und Stahlbetonbauers ständig im Wandel.

Ausbildungsdauer: 3 Jahre (36 Monate)

Obwohl er ständig mit Füßen getreten wird, wollen wir doch alle den passenden Fußboden unter uns
haben. Für jeden Geschmack und Zweck: Teppichboden, Linoleum, Laminat oder Fertigparkett. Ob
Wohnzimmer, Sporthalle oder Industriebetrieb – alle Böden müssen fachgerecht fixiert werden.
Damit es hält und gut aussieht, weiß der Bodenleger genau, wie man den Untergrund vorbehandelt
und welche Verlegetechnik angesagt ist. Was dem Kunden gefallen soll, muss mit Geschmack und
Materialkenntnis empfohlen werden. Ein bisschen gestalterische Begabung sollte also schon drin sein,
guter Umgang mit den Kunden sowieso. Auch bestehende Böden wollen gepflegt und repariert werden.
Die Vielfalt von Materialien, Designs und Funktionen machen das Bodenlegen zur spannenden Sache.

Ausbildungsdauer: 3 Jahre (36 Monate)

Ob Motor-, Segel-, Paddel- oder Ruderboot der Bootsbauer garantiert Vergnügen nach Maß. Er konstruiert und führt sämtliche erforderlichen Arbeiten aus. Vom Bau des Rumpfes bis zur Kajüte. Er wird auch in Gestaltungsfragen ein kompetentes Wort mitreden. Welche Werkstoffe verwendet werden, richtet sich nach dem Einsatz und den Anforderungen des jeweiligen Bootes. Be- und verarbeitet werden Holz, Metall, Kunststoffe und verschiedene Verbundwerkstoffe in den entsprechenden Techniken. Egal welcher Bootstyp gebaut wird, geltende Sicherheitsregeln sind auf jeden Fall einzuhalten. 

Ausbildungsdauer: 3 1/2 Jahre (42 Monate)

Wasser ist das wichtigste Element für unser Leben. Zu den Aufgaben des Brunnenbauers gehört das Anzapfen unserer Wasservorräte mit modernen Geräten. Dabei wird das Grundwasser durch spezielle Techniken vor Verschmutzung geschützt. Mit geologischen Grundkenntnissen und Kennerblick werden die Bodenbeschaffenheiten festgestellt und für die Bohrungen entsprechende Materialien und Arbeitsgeräte bestimmt. Auch bei großen Bauprojekten sind Spezialisten vom Brunnenbau gefragt. Sie bauen nicht nur Brunnen zur Trinkwassergewinnung, sie bohren ebenso Schächte zum vorübergehenden Abpumpen von Grundwasser, damit Fundamente auf festem Boden stehen. Wer seine handwerklichen Fähigkeiten für die Umwelt und für den Menschen einsetzen will, kann das in diesem Beruf tun.

Ausbildungsdauer: 3 Jahre (36 Monate)

Helene Burghof, Auszubildende zur Brunnenbauerin

© Handwerkskammer Oldenburg

"Ich habe zuerst studiert, doch das war mir dann alles zu theoretisch und zu langweilig. Es gefällt mir besser, praxisbezogene Arbeit zu machen und ich habe das Ziel, nach meiner Ausbildung ins Ausland zu gehen und dort in der Entwicklungshilfe zu arbeiten. Besonders gut an diesem Beruf finde ich, dass man immer etwas Neues lernen kann und ich nach getaner Arbeit sehen kann, was ich geschafft habe."

Die schützende Funktion eines Daches ist genauso gefragt wie attraktive Optik. Sie wird geprägt von einer der vielen möglichen Formen, zum Beispiel Turm-, Sattel-, Walm- oder Flachdach. Und von der Deckungsart, die gestalterischen Spielraum eröffnet – von der Mönch- und Nonnenziegel-Deckung bis zur ökologischen Dachbegrünung, um nur einige zu nennen. Ob Dachziegel, Dachschiefer oder ein anderes Material verwendet wird, ist oft Trendsache. Man muss in stilistischen Fragen so sicher sein wie in der Praxis des Schneidens. Zwei weitere Säulen des Dachdeckerberufs sind die Außenwandbekleidung als wärmedämmende und energiesparende Maßnahme sowie das Abdichten von Bauwerken gegen Grund- und Oberflächenwasser. Wer immer „oben auf“ sein will, beruflich hoch hinaus möchte und stets den Überblick behalten will, der ist im Dachdeckerhandwerk genau richtig.

Ausbildungsdauer: 3 Jahre (36 Monate)

Der Fahrzeuglackierer schützt und veredelt Karosserien, vom Motorrad bis zum Truck. Unfallschäden werden beseitigt, Lackoberflächen gepflegt, Unterbodenschutz gespritzt. Ausgerüstet mit modernsten und umweltfreundlichen Lackieranlagen verwandelt er Serienmodell in unverwechselbare Einzelstücke. Mit Kreativitä und technischem Know-how werden Karosserieoberflächen nach allen Regeln der Lackkunst bearbeitet.

Ausbildungsdauer: 3 Jahre (36 Monate)

Kevin Wegner, Auszubildender zum Fahrzeuglackierer

© Handwerkskammer Oldenburg

„Ich finde es toll, mit vielen Farben arbeiten zu können und kreativ zu sein. Mit verschiedenen Formen
und Mustern kann man jede Menge Effekte erzielen. Besonders gut gefällt mir, alte Lacke neu einzukleiden.“

Der Feuerungs- und Schornsteinbauer ist ein Spezialist, der die Tätigkeit des Maurers ebenso beherrscht
wie die des Stahlbetonbauers. Denn die oft alles überragenden, bis zu 300 Meter hohen Schornsteine bestehen außen aus Stahlbeton und innen aus einem Schamotte-Mauerwerk. Moderne Gleitschalungen werden gebaut, zeitgemäße Fördertechnik und Spezialmaschinen für das Hertellen von Beton eingesetzt. Ganz klar, dass bei solchen Spezialbauten jeder Arbeitsschritt exakt ausgeführt werden muss. In diesem Beruf weht ein frischer Wind. Nicht nur wegen der interessanten Tätigkeit im Freien, man muss sich auch ständig mit der fortschreitenden Technologie für den Umweltschutz befassen. 

Ausbildungsdauer: 3 Jahre (36 Monate)

Attraktive Mosaikarbeiten schmücken oft die Eingänge von Büro- und Wohngebäuden. Fantasievolle Motive verbreiten eine sympathische und einladende Atmosphäre. Seine Werkstoffe schaffen sowohl eine freundliche, individuelle Umgebung als auch die Voraussetzung für Sauberkeit und Hygiene, zum Beispiel in Schwimmbädern oder Krankenhäusern, in Betrieben der Nahrungsmittelherstellung oder in Küchen. Eben überall dort, wo schnelle und einfache Reinigung erforderlich ist. Es ist immer reizvoll, an jedem neuen Einsatzort Farben harmonisch zu kombinieren, Ideen für eigenständige Gestaltung umzusetzen.

Ausbildungsdauer: 3 Jahre (36 Monate)

Gerüstbauer rüsten nicht nur Einfamilienhäuser ein. Gerüste sind ebenso eine solide Basis beim Brückenbau, bei Arbeiten an Hochhäusern, Kirchen und Industriebauwerken jeder Form und Art. Da bewegt man sich immer einige Meter über dem Boden, oft genug auch in schwindelnden Höhen.
Die Anforderungen an ein Gerüst sind vielfältig. Ob im Hochbau, in der industriellen Fertigung oder im Schiffbau, jede Einrüstung muss „maßgeschneidert“ und vor allem sicher sein. Ein Gerüstbauer muss die unterschiedlichen Gerüstsysteme kennen und aufbauen können. Dazu kommt noch ein gewisses Maß an Theorie, um Pläne bzw. Zeichnungen zu „lesen“, um mit Angaben über Tragfähigkeit etwas anfangen zu können. Die genaue Kenntnis von Sicherheitsvorschriften und deren Umsetzung ist unerlässlich. Das gilt ebenso für den Auf- und Abbau, den Transport und die Lagerung von Gerüstteilen aus Metall und Holz.

Ausbildungsdauer: 3 Jahre (36 Monate)

Unter Hochbauten versteht man zum Beispiel Häuser, Brücken, Lagerhallen, eben alles was in die Höhe gebaut wird. Hochbaufacharbeiter arbeiten auf unterschiedlichen Baustellen, um neue Gebäude zu bauen und bestehende Gebäude instand zu setzen bzw. zu modernisieren. Gestufte Ausbildung: Der Berufsabschluss kann mit 2 Jahren unter anderem auf folgende Berufe angerechnet werden: Maurer, Beton- und Stahlbetonbauer.

Ausbildungsdauer: 2 Jahre (24 Monate)

Als Klavier- und Cembalobauer baut, restauriert und repariert man Klaviere, Flügel, Cembali und Spinette. Für das Herstellen von Resonanzböden und Gehäusen benötigt man Geschick in der Holzbearbeitung. Zudem ist Ausdauer gefragt, bis auch der komplexe Innenbau der Instrumente gefertigt ist: Wirbel und Hämmer werden eingesetzt, Saiten aufgezogen. Eine der größten Herausforderungen stellt das perfekte Stimmen des Instruments dar. Dafür sind nicht nur theoretische Kenntnisse in den Bereichen Akustik und Harmonielehre sowie praktische Erfahrung im Klavierspiel
notwendig, man braucht auf jeden Fall auch ein musikalisches Gehör.

Ausbildungsdauer: 3 1/2 Jahre (42 Monate)

Helen Lindenberger, Auszubildende zur Klavier- und Cembalobauerin

© Handwerkskammer Oldenburg

"Ich habe über den Beruf etwas im Radio gehört und war sofort davon begeistert. Man braucht für die Ausbildung ein gutes Gehör, um die Instrumente stimmen zu können. Handwerkliches Geschick und eine gewisse Liebe zum Detail gehören auch dazu. Es ist auch von Vorteil, ein Instrument zu spielen. In meiner Ausbildung gehört Klavierunterricht dazu."

Maler und Lackierer wissen wie man Farben kombiniert, wie Grafik, Bilder und Schriften wirken und sie bringen Ideen aufs Papier, auf Schilder, Türen, Wände, Fahrzeuge oder Fassaden. Lackieren ist Handwerk, Kunst und Technik, auch weil mit neuester Informations- und Kommunikationstechnologie bei Planung, Schadenserfassung oder Farbtonmessung gearbeitet wird. Maler und Lackierer verschönern und schützen, zum Beispiel unsere Umwelt mit einem Wärmedämm-Verbundsystem,
das Energie einspart, mit Schutzbeschichtungen an Gebäuden und Stahlkonstruktionen, die vor Zerfall
bewahren und dadurch den Rohstoffverbrauch senken. Dekorative Außenputzbeschichtungen trotzen Wind und Wetter und erhalten so den Wert von Gebäuden. Der Maler und Lackierer versteht sich darauf, Fassaden und Betonoberflächen sachverständig zu schützen und fachgerecht zu erhalten.

Ausbildungsdauer: 3 Jahre (36 Monate)

Nico ter Vehn, Auszubildender zum Maler und Lackierer

© Handwerkskammer Oldenburg

„Durch Renovierungen zu Hause bin ich auf diesen Beruf gestoßen und war direkt interessiert. Man streicht nicht einfach nur die Wände, sondern aufgrund unterschiedlicher Materialien, wie zum Beispiel Glas oder Bodenbeläge und verschiedener Techniken ist die Arbeit sehr abwechslungsreich.“


Bauwerke prägen Stadtbilder. Wohn- und Gewerbegebiete erhalten ihren eigenen Charakter. Abenteuerliche Formen werden entworfen und gebaut. Dabei wird zunehmend darauf geachtet, dass jedes Gebäude in Art und Stil in die jeweilige Umgebung passt. Ohne Maurer wäre das alles nicht zu verwirklichen. Und so manche Fassade würde noch ganz schön alt aussehen, gäbe es nicht Fachleute am Bau, die umbauen, ausbauen, durch Altbausanierung ganzen Stadtteilen zu neuem Glanz verhelfen.
Durch moderne Baumaschinen und zeitgemäße Materialien geht vieles wie am Schnürchen, aber nichts wie am Fließband. Da wird mal mit Kunst- oder Natursteinen gemauert, ein Sichtmauerwerk hochgezogen oder die Mauerhöhe mit einem Laser-Nivelliergerät gemessen.

Ausbildungsdauer: 3 Jahre (36 Monate)

Maximilian Möhlenkamp, Auszubildender zum Maurer

© Handwerkskammer Oldenburg

„Mein Opa hatte früher einen Familienbetrieb, bei dem ich manchmal schon mitgeholfen habe. Ich habe schon damals gerne Dinge zusammengebaut und bin so zu meinem Beruf gekommen. Außerdem mag ich es gerne, mit meinen Händen zu arbeiten und etwas zu bauen."



Dieser Beruf ist alles andere als oberflächlich! Denn mit Hilfe der Galvanotechnik, dem Feuerverzinken und anderer Oberflächentechniken wird Metall- und Kunststoffoberflächen eine zweite Haut verliehen. Dadurch sind sie haltbarer oder leitfähiger. Doch bevor diese schützende Schicht aufgetragen werden kann, muss die Oberfläche sorgfältig präpariert werden: Schleifen und Polieren. Metallteile lassen dem Rostteufel kaum Chancen, wenn sie veredelt sind. Auch die Widerstandsfähigkeit bei harter Beanspruchung wächst. Technische und auch dekorative Gegenstände, beispielsweise Leiterplatten,
Felgen, Uhren, Kunststoffe, Brillengestelle und Schmuck erhalten durch das Galvanisieren eine schützende, attraktive „Haut“ aus Gold, Silber, Nickel oder einem anderen geeigneten Metall. Die Legierung richtet sich nach dem Verwendungszweck des jeweiligen Werkstücks.

Ausbildungsdauer: 3 Jahre (36 Monate)

Das Aufgabengebiet des Ofen- und Luftheizungsbauers umfasst die Planung und den Bau von Warmluft-Zentralheizungen, Kachelöfen, offenen Kaminen und zentralen Heizöl-Versorgungsanlagen. Ein weites Betätigungsfeld, das Kenntnisse der Wärmelehre ebenso verlangt wie Geschick im Umgang mit keramischen und metallischen Werkstoffen. Hierzu zählt das Behauen, Schleifen und Setzen von Kacheln und Simsteilen sowie das Verlegen von Wand- und Fußbodenplatten. Überall dort, wo erhöhte Wohnqualität einziehen soll, sind Rat und Tat der Ofen- und Luftheizungs-
Fachleute gefragt.

Ausbildungsdauer: 3 Jahre (36 Monate)

Als Orgel- und Harmoniumbauer montiert man nicht nur neue Instrumente, sondern restauriert und repariert auch historische Orgeln oder Harmonien. Bei der Arbeit sieht man viel von der Welt, weil man neben der Werkstattarbeit auch oft dorthin fahren muss, wo die groß dimensionierten Instrumente stehen. So arbeitet man oft in Kirchen oder Konzertsälen. Beim Aufbau oder Transport der Instrumente muss man dann ab und zu die Kraftreserven mobilisieren. Auch Kenntnisse in Elektrik, Pneumatik und Mechanik gehören dazu. Und nicht zuletzt ist ein gutes musikalisches Gehör beim Stimmen der Orgelpfeifen gefordert.

Ausbildungsdauer: 3 1/2 Jahre (42 Monate)

Einen Parkettboden mit all seinen Raffinessen zu verlegen, ist schon eine Spezialität. Parkettboden ist von Tanzflächen her bekannt, von Sporthallen, Theater- und Konzertsälen. Im Wohnungsbau sind seine gestalterische Vielfalt und natürliche Ausstrahlung begehrt. Verschiedene Holzarten und Verlegemuster ergeben ungeahnte Möglichkeiten, in Räumen individuelle Atmosphäre und persönlichen Stil zu betonen. Zu den Aufgaben gehört auch die Konstruktion von Unterböden sowie das Schleifen und Versiegeln mit modernen Techniken. Dadurch erhält das Parkett eine schöne Oberfläche von hoher Qualität. Für Abwechslung und Vielfalt in diesem Beruf sorgt auch das Verlegen von elastischen und textilen Bodenbelägen.

Ausbildungsdauer: 3 Jahre (36 Monate)

Zu den zentralen Aufgaben des Schornsteinfegers gehören Messungen der Schadstoffemissionen. Oder er checkt, ob Brennstoffe optimal genutzt werden. Bei überhöhten Werten kennt er geeignete Maßnahmen, um die Feuerung energiesparend und umweltfreundlich zu regulieren. Er ist Prüfer und Berater zugleich. Sein Fachwissen ist schon bei der Planung von neuen Heizungsanlagen gefragt. Kenntnisse in Bau-, Heizungs- und Brandschutztechniken muss der Schornsteinfeger also draufhaben. Da moderne Heizanlagen weniger Dreck durch die Schornsteine blasen, wird auch weniger gekehrt. Das bedeutet nicht, dass Besen und Kehrleine überflüssig geworden sind, aber der Einsatz moderner,
zum Teil elektronischer Prüf- und Messgeräte ist auf dem Vormarsch. Der Schornsteinfeger kommt naturgemäß viel herum, lernt Menschen kennen und setzt sich aktiv für die Luftreinhaltung – für unsere Umwelt ein. 

Ausbildungsdauer: 3 Jahre (36 Monate)

Der Steinbildhauer und Steinmetz gestaltet künstlerisch harten Stein in weiche, fließende Formen. Zu den Aufgaben gehört aber auch, Steine gegen Umwelteinflüsse widerstandsfähiger zu machen. Maschinen nehmen bei vielen Tätigkeiten ein hartes Stück Arbeit ab, z. B. Schleifautomaten zum Bearbeiten der Oberfläche, Graviermaschinen zum Einkerben der Schriften. Sandstrahl und Presslufthammer sind weitere arbeitserleichternde Hilfsmittel. Doch für die Feinheiten braucht man das Feeling der menschlichen Hand. Vor allem bei der Restaurierung von Ornamenten und Profilen,
in der Denkmalpflege, bei der Rekonstruktion historischer Gebäudeteile, die durch Umwelteinflüsse zerstört wurden. Der Steinmetz und Steinbildhauer trägt wesentlich zur Erhaltung wertvoller Kulturdenkmäler bei.

Ausbildungsdauer: 3 Jahre (36 Monate)

Ohne ein modernes Straßennetz würde einiges „aufgestaut“ erden. Aber nicht nur der Bau von Straßen,
sondern auch das Einrichten von Fußgängerzonen gehören zu den vielseitigen Aufgaben des Straßenbauers. Die Fußgänger- und Beruhigungszonen werden nicht einfach zubetoniert, sondern vielmehr mit Pflastersteinen und Platten geschmackvoll gestaltet. Es bietet sich häufig Gelegenheit, in selbstständiger Arbeit zu zeigen, was man auf dem „Kasten“ hat. Selbstverständlich sind auch Durchblick im Umgang mit großen, modernen Straßenbaumaschinen und Kenntnis der vielen Materialien sowie der begleitenden baulichen Maßnahmen nötig.

Ausbildungsdauer: 3 Jahre (36 Monate)

Lennard Bosmer, Auszubildender zum Straßenbauer

© Handwerkskammer Oldenburg

"Mein Vater ist selbst Straßenbauer und so bin ich mit diesem Beruf aufgewachsen. Deshalb habe ich  zunächst in meinem jetzigen Ausbildungsbetrieb ein Praktikum gemacht, das mir sehr gut gefallen hat, und mich dann dort beworben. Besonders gut an diesem Beruf gefällt mir, dass man immer draußen arbeitet, immer unter Kollegen ist und die Arbeit sehr viel Spaß machen kann."


Wenn etwas roh ist, muss es zubereitet werden. Das gilt in ähnlicher Weise für einen Rohbau. Der wird allerdings „herausgeputzt“ – innen wie außen. Hier legt der Stuckateur bau- und kunsthandwerkliches Geschick an den Tag. Künstlerische Begabung kann bei besonders dekorativ zu gestaltenden Fassaden oder Räumen entfaltet werden. Zum Beispiel beim Herstellen und Restaurieren aufwendiger Stuck-Profile in historischen Bauwerken und bei der Denkmalpflege. Die Fassadengestaltung verleiht Häusern eine individuelle Note und setzt durch Putz und Farbe interessante Akzente. Moderne Bautechnik und
umweltfreundliche, neue Materialien erleichtern und helfen, die vielseitigen Aufgaben in diesem Beruf zu lösen.

Ausbildungsdauer: 3 Jahre (36 Monate)

Tiefbaufacharbeiter arbeiten im Straßenbau, Kanalbau, Rohrleitungsbau, Brunnenbau, Spezialtiefbau oder Gleisbau direkt auf oder unter der Erde. Sie führen je nach Schwerpunkt ihrer Ausbildung Erdbauarbeiten durch oder stellen Baugruben, Verkehrswege und -flächen her. Weitere Schwerpunkte können auch der Bau von Ver- und Entsorgungssystemen sowie Bohrungen im Erdreich sein. Aufgrund ihrer breiten Ausbildung kennen Sie sich in allen Bereichen des Tiefbaus aus.

Gestufte Ausbildung: Der Berufsabschluss kann mit 2 Jahren unter anderem auf folgende Berufe angerechnet werden: Straßenbauer, Brunnenbauer

Ausbildungsdauer: 2 Jahre (24 Monate)

Holz besitzt eine eigene „Persönlichkeit“, eine besondere Ausstrahlung. Und das macht dieses Material
so beliebt. Ob z. B. als Treppe, Tür oder Fensterrahmen wie sie die Bauschreinerei herstellt. Im Innenausbau als Wand- und Deckenverkleidung oder in attraktivem, vielseitigem Möbel-Design: klassisch, „Modern-Art“, jugendlich, frech. Alles in Einzelfertigung, nicht in Serienproduktion. Da kann mansich mit seiner Kreativität voll ins Zeug legen. Moderne Maschinen unterstützen die Bearbeitung, wie z. B. CNC-gesteuerte Oberfräsen und andere turboflinke Präzisionsmaschinen. Das bedeutet jedoch nicht, dass dadurch die handwerklichen Qualitäten ins Hintertreffen geraten. Der Tischler braucht eben beides: technisches Verständnis und geschickte Hände. Dazu einem Riesenportion Fantasie und clevere Ideen.

Ausbildungsdauer: 3 Jahre (36 Monate)

Tim Schultze, Auszubildender zum Tischler

© Handwerkskammer Oldenburg

 „Holz ist so vielseitig einsetzbar, dadurch sind die Aufgaben in meiner Ausbildung sehr abwechslungsreich. Von Türen bis Fensterrahmen über Treppen ist alles dabei. Ich habe viel Spaß an der körperlichen Arbeit. Das Handwerk liegt mir einfach.“

Die zeitgemäße Architektur verlangt teilweise raffinierte Holzkonstruktionen zum Beispiel für behagliche Wohnhäuser, Brücken, Fachwerkbauten, Kindergärten oder Schulen. Dafür ist der Zimmerer Spezialist. Seine Fähigkeiten sind gefragt. Denn bei aktuellen Bauweisen und der Restaurierung wird viel Holz eingesetzt. Der Zimmerer muss bei Bauplänen durchblicken und sich die Zeichnungen räumlich vorstellen können. Mit Zimmermannswinkel, Lot und anderen Spezialwerkzeugen.
Er ist aber auch technisch up to date zum Beispiel mit Hebewerkzeugen, Hobel-, Stemm- und Bohrmaschinen. Ein moderner Beruf, dessen liebenswerte Gepflogenheiten gerade heute den Individualisten reizen: Man kann auf die „Walz“ gehen und eine traditionsreiche Berufskleidung tragen. Und: Der Zimmerer löst mit Köpfchen, Kraft und moderner technischer Ausrüstung seine vielseitigen Aufgaben – bis das Richtfest losgehen kann.

Ausbildungsdauer: 3 Jahre (36 Monate)

Tade Schröder, Auszubildender zum ZImmerer

© Handwerkskammer Oldenburg

„Ich habe früher viel mit meinem Vater im Garten gebastelt und bin so auf den Beruf Zimmerer gekommen. Die praktische Arbeit gefällt mir dabei am besten. Außerdem finde ich es gut, dass mir der Beruf später dabei helfen wird, mein eigenes Haus zu bauen und ich so viele Kosten sparen kann.“


Technik und Metall

Wir drehen den Hahn auf und das Wasser läuft – ganz selbstverständlich. Der Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik macht’s möglich. Sorgfalt ist bei Installation und Wartung von Gasgeräten und -leitungen lebensnotwendig. Wasserver- und -entsorgungsanlagen bauen, moderne Bäder einrichten und umweltschützende Energietechnik wie Solaranlagen installieren. Außerdem gehört zum Berufsbild: Heizungsanlagen montieren und warten, Regel- und Steuertechnik verstehen. Die meisten Menschen fühlen sich in gemäßigtem Klima wohl, geregelt durch Heizungs-, Klima- und Lüftungsanlagen. Das sind hochmoderne Systeme, die mit Köpfchen und Spezialwerkzeugen installiert
und regelmäßig gecheckt werden. Umweltschutz und Energieeinsparung gehen dabei vor. Als fachkundiger Berater erklärt man dem Kunden die Anlagen.

Ausbildungsdauer: 3 1/2 Jahre (42 Monate)

Christoph Meyer, Auszubildender zum Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik

© Handwerkskammer Oldenburg

"Bei meinem Beruf sehe ich die Arbeit vom ersten bis zum letzten Schritt. Ich liebe die Vielfalt und mag es, die Kunden zufriedenzustellen. Meine Lieblingstätigkeiten sind Rohrmontagen und der Bau von Heizungsanlagen."

In der modernen Energie- und Gebäudetechnik werden komplexe elektronische Systeme für Energie und Kommunikation installiert und gewartet, um die Ver- un Entsorgung in großen Gebäuden professionell zu managen. Das World Wide Web ist dazu da, um erreichbar zu sein und Gesprächspartner schnell kontaktieren zu können, ohne Probleme mit der Informations- und
Telekommunikationstechnik. Ob es sich um Telefon, Internet oder Videoüberwachung handelt, hier werden Leitungen und Netzwerke erstellt. Auch vor Brand und Einbruch schützt die entsprechende Sicherheitstechnik. In eine etwas andere Richtung geht die Automatisierungstechnik: Auch Roboter haben ein Gehirn, nämlich elektronische Steuerungen, die aus diesem Bereich kommen und später in die Fertigungsanlagen der Industrie eingesetzt werden. Gemeinsamer Nenner ist die Elektronik, der man am Besten mit Spaß an Mathe und Physik auf die Spur kommt. Es kommt auf Genauigkeit und Gewissenhaftigkeit an, denn die Elektronik soll sicher sein. 

Ausbildungsdauer: 3 1/2 Jahre (42 Monate)

David Lis, Auszubildender zum Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik

© Handwerkskammer Oldenburg

"Mir gefällt es, dass der Beruf sehr abwechslungsreich ist. Man kommt viel rum, sieht viele verschiedene Städte. Man weiß am Morgen noch nicht, was auf einen zukommt. Das ist spannend. Am liebsten arbeite ich in Altbauten, die saniert werden. Da verlegen wir dann die komplette Unterputzinstallation. Das ist zwar aufwändig, macht aber Spaß. Auf den Ausbildungsberuf bin ich durch ein Praktikum aufmerksam geworden."

Alle Welt setzt auf Elektromotoren. Die elektrischen Kraftbolzen treiben E-Loks, Kräne, Maschinen und
Geräte zur Automatisierung an. Der Elektroniker für Maschinen- und Antriebstechnik montiert und richtet außerdem elektrische Fertigungsmaschinen ein. Mit Schaltschränken sowie Mess- und Steuerungstechnik kennt er sich aus. Keine Angst darf er vor komplexen Maschinen mit Pneumatik, Hydraulik oder Elektronik haben. Häufig muss er nach englischen Fachunterlagen arbeiten.
Handwerkliche Grundkenntnisse der Metallbearbeitung sind in jedem Fall Voraussetzung. Auch die Elektrizitätslehre sollte kein Buch mit sieben Siegeln sein. Die Ergebnisse können sich immer sehen lassen, denn sie sind echte präzise Maßarbeit. Wer sich gerne mit umweltfreundlichen Antriebsaggregaten beschäftigt, ist in diesem Beruf richtig.

Ausbildungsdauer: 3 1/2 Jahre (42 Monate)

Sie montieren Fahrräder aus Bauteilen, Baugruppen und Systemen und halten sie instand. Sie ändern
Fahrräder im Rahmen gegebener Einstellmöglichkeiten und durch Austausch von Komponenten nach Kundenwünschen. Sie rüsten Fahrräder mit Zubehör- und Zusatzeinrichtungen aus. Bei ihren Arbeiten wenden sie berufsfachliche Techniken an wie Prüfen, Messen, Montieren, Demontieren, Fügen, Trennen sowie manuelles und maschinelles Bearbeiten.


Besonderheiten: Die Berufsausbildung zum/zur Fahrradmonteur/in kann später in dem Ausbildungsberuf Zweiradmechaniker/in fortgesetzt werden.


Ausbildungsdauer: 3 1/2 Jahre (42 Monate)

Hier kommt es sehr auf Genauigkeit an. Feine Bauteile aller Art werden gefertigt und zusammen mit elektronischer Mess- und Regeltechnik zu funktionsfähigen Einheiten montiert. Auf diesem Wege entstehen pfiffige Maschinen und Geräte für Fertigung und Messung Präzise Stanzwerkzeuge und Stahlformen sind ein weiteres Feld. Auf IT-Erfahrung kommt es auch an, denn neben der klassischen Metallbearbeitung durch Drehen, Fräsen, Bohren, Schleifen und Stanzen wird an computergesteuerten Werkzeugmaschinen gearbeitet. Bei jedem Bauteil genau zu messen, ist das A und O in der Feinwerkmechanik. Die so gefertigten Maschinen und Werkzeuge müssen eingerichtet und gewartet werden – dafür muss man gut mit den Kunden umgehen können, denn diese suchen Anleitung und Beratung.

Ausbildungsdauer: 3 1/2 Jahre (42 Monate)

Tim Litschke, Auszubildender zum Feinwerkmechaniker

© Handwerkskammer Oldenburg

"Schon in der Schule haben mir die handwerklich orientierten Fächer sehr viel Spaß gemacht. Nach einem Berufsvorbereitungsjahr habe ich dann meine Ausbildung zum Feinwerkmechaniker begonnen. Der Beruf macht mir sehr viel Spaß. Er ist sehr umfangreich und man kann viel lernen. Ich arbeite zum Beispiel mit ganz vielen verschiedenen Metallen, die alle mit verschiedenen Werkzeugen bearbeitet werden müssen. Mit Computertechnik sollte man sich auch auskennen, da vor allem in der Zerspanungstechnik viel mit computergesteuerten Maschinen gearbeitet wird."

Je nach Neigung kann man sich zwischen den Schwerpunkten Bürosystemtechnik und Geräte- und Systemtechnik entscheiden. Jeder Informationselektroniker der Bürosystemtechnik hat sie drauf, die Begriffe „Mega-Byte“ als Größeneinheit für Daten und „Schnittstelle“ als Verbindungsstelle eines Gerätes. Er wird gebraucht, um sensible Hard- und Software der elektronischen Bürokommunikation wie Netzwerke bei Laune zu halten: von der Planung bis zur Installation von zum Beispiel PCs und Druckern auf einem Messestand übernimmt er alle Arbeiten. Durch feinste Digitaltechnik verwöhnt moderne Unterhaltungselektronik anspruchsvolle Augen und Ohren. Der Informationselektroniker der Geräte- und Systemtechnik muss seinen Augen und Ohren vertrauen können. Deshalb ist Feinarbeit bei der Wartung und Reparatur von Geräten der Video-, Satelliten- und Telekommunikationstechnik
angesagt.

Ausbildungsdauer: 3 1/2 Jahre (42 Monate)

Ob PKW oder Nutzfahrzeug, Karosserien werden von Karosserie- und Fahrzeugbaumechanikern hergestellt und repariert. Wenn es gekracht hat, die Beule entfernt oder das langweilige Serienauto „getunt“ werden soll, tritt die Karosserieinstandhaltungstechnik auf den Plan. Die Konservierung und Pflege der Karosserie schenkt dem Fahrzeug ein langes Leben. In der Karosserie- und Fahrzeugbautechnik wird zum Beispiel ein einfacher Transporter in einen kompletten Rettungswagen
verwandelt. Aufwändige Sonderfahrzeuge wie Müll- oder Kranwagen sind eine Herausforderung. Man ist für Auf- und Umbauten, Zusatzausstattung und Einzelteile, meist im Fahrzeuginneren, zuständig.
So unterschiedlich wie die Aufgaben sind auch Werkzeuge und Materialien – es werden Metalle und
Kunststoffe vermessen, geschnitten und geschweißt. Und bei einer modernen Richtbank oder CNC-Maschine geht es auch nicht ohne Computer.

Ausbildungsdauer: 3 1/2 Jahre (42 Monate)

Wer mit offenen Augen durch Städte geht, kennt die mit Kupferblechen gedeckten Dächer und deren
„glänzende“ optische Effekte. Sie sind zum Beispiel bei Kirchen oder anderen Bauwerken zu sehen. Zugeschnitten werden die Bleche allerdings meistens in der Werkstatt. Hier werden auch die Vorbereitungen für die Montage am Bau getroffen. Bleche werden gebogen, gefalzt, geformt. Ganz gleich, ob zum Beispiel Dachabdeckungen, Dachrinnen oder Regenfallrohre anzubringen sind. Klar, dass man über Metalle, Kunststoffe und deren jeweiligen Verwendungszweck genau im Bilde sein muss. Ebenso muss man über die entsprechenden Verbindungstechniken wie das Schweißen, Nieten, Kleben Bescheid wissen.

Besonderheiten: Je nach Region wird der Beruf auch "Spengler“, „Flaschner“, „Blechner“ bezeichnet.

Ausbildungsdauer: 3 1/2 Jahre (42 Monate)

Wenn der Motor rund läuft, ist alles in Ordnung. Tut er es nicht, ist das ein Fall für den Kraftfahrzeugmechatroniker – das gilt auch für Fahrwerk, Bremsen oder die Abgasanlage. Um bei Wartung und Reparatur moderner – mit Elektronik voll gepackter Fahrzeuge – durchzusteigen, sind hochwertige Geräte gefragt. Ein Fehler im System wird nur mit mikroprozessorgesteuerten Test- und Prüfgeräten aufgespürt. Von der Diagnose und Behebung der Fehler bis zur Probefahrt, der Mechatroniker hat alles im Griff. Ob Pkw, Lkw oder Motorrad, dieser Beruf wird für Fahrzeugfreaks nicht langweilig.

Ausbildungsdauer: 3 1/2 Jahre (42 Monate)

Für die Bearbeitung der Felder, bei der Ernte und der Umweltpflege werden in der Landwirtschaft riesige Fahrzeuge, Maschinen und Anlagen eingesetzt. Wenn so ein Mähdrescher, Traktor oder ein anderes Gerät seinen Geist aufgibt, muss der Land- und Baumaschinenmechatroniker schon mal in Wald und Flur zupacken. Bei der Instandsetzung und Wartung braucht er Allroundtalent und -wissen. Denn die unterschiedlichen Maschinen haben es in sich: Hydraulik, Pneumatik, Elektronik und Elektrik. Quasi als Tausendsassa repariert der Land- und Baumaschinenmechatroniker selbstständig so ziemlich alles – vom Mähdrescher über Motoren bis hin zu Forst- und Gartenbaugeräten. Ein breites Spektrum, das handwerkliches Geschick bei der Metallbearbeitung und den Umgang mit Hightech erfordert.

Ausbildungsdauer: 3 1/2 Jahre (42 Monate)

Moderne Fahrzeugräder und -reifen sind Hightech-Produkte und damit ein Aufgabengebiet für hoch qualifizierte Profis, die sich mit der immer komplexer werdenden Technik bestens auskennen. Mechaniker für Reifen- und Vulkanisationstechnik sind Fachleute für alle Problemlösungen rund um Räder, Reifen und Fahrwerk. Sie sind in der Planung, Wartung, Prüfung und Instandsetzung von Bauteilen und Baugruppen an Fahrzeugen tätig. Millionen Autofahrer vertrauen der Arbeit derer, die
diese Komponenten bestücken, warten und reparieren. Optimal gewartete Räder, Reifen und Fahrwerke optimieren den Rollwiderstand und senken dadurch Kraftstoffverbrauch und CO2-Ausstoß. Perfekt reparierte oder erneuerte Reifen mindern die Umweltbelastung mit Altreifen.

Ausbildungsdauer: 3 Jahre (36 Monate)

Der Mechatroniker bringt Wissen aus verschiedenen technischen Bereichen unter einen Hut: Mechanik und Elektrotechnik, Elektronik und Steuerungstechnik. Moderne Maschinen und Anlagen, ob zum Beispiel Werkzeugmaschinen oder Abfüllanlagen, sind gespickt mit diesen Technologien. Sie sind miteinander verknüpft und nur ihr perfekt einwandfreies Zusammenspiel gewährleistet den gewünschten Output in einem bestimmten Zeitrahmen zu akzeptablen Kosten. Er verbindet seine Grundkenntnisse im Spanen, Umformen, Messen und Prüfen, in Pneumatik, Hydraulik und in EDV-Technik zu einem umfassenden Spezialwissen. Dieses macht den Mechatroniker zu einem viel gefragten Handwerker, der nicht nur mit seiner Tat, sondern auch mit dem richtigen Rat den Betrieben hilfreich zur Seite steht. Ob beim Aufbau, der Einstellung, Inbetriebnahme oder Wartung von Maschinen und Anlagen.

Besonderheiten: Dieser interessante Beruf bietet nicht nur Arbeitsfelder im Bereich des Maschinenbaus, sondern auch in der Elektronik und Elektrotechnik.

Ausbildungsdauer: 3 1/2 Jahre (42 Monate)

Neben der Frischhaltung, Lagerung und Konservierung von Lebensmitteln wird das Wissen von Mechatronikern für Kältetechnik zum Beispiel auch in gastronomischen Betrieben, Blumengeschäften, im medizinischen Bereich und für die Forschungsarbeiten in Labors gebraucht. Je nach Einsatz sind immer wieder neue Lösungen zu erarbeiten. Ganz unterschiedliche Aufgaben, die Ideen und technisches wie handwerkliches Know-how verlangen, stellen die Fachleute ständig vor interessante Herausforderungen. Und die werden gemeistert durch den gekonnten Umgang mit Schweiß-, Löt- und Nietgeräten; durch das Wissen um Werkstoffe und den gesamten Metallverarbeitungsbereich; durch das selbstständige Montieren von Verdampfern und Wärmeaustauschern sowie das Justieren von Steuer- und Regelanlagen. In der Elektro-, Schallschutz- und Isoliertechnik muss man sehr fit sein. Denn auch im Kälteanlagenbau spielt die optimale Energienutzung, wie zum Beispiel die Wärmerückgewinnung, eine erheblich wichtige Rolle.

Ausbildungsdauer: 3 1/2 Jahre (42 Monate)

Mirco Löhr, Auszubildender zum Mechatroniker für Kältetechnik

© Handwerkskammer Oldenburg

„Meinen Ausbildungsberuf habe ich über ein Praktikum gefunden. Mir gefällt es, dass ich nicht nur
hier in Delmenhorst arbeite, sondern auch mal weiter weg auf Montage bin und so ein bisschen
was vom Land sehe. Wir arbeiten ganz normal mit Klimageräten oder Kühlschränken, richten
aber auch schon mal einen ganzen Kühlraum ein. Dadurch sieht man von Gebäuden Bereiche, die
nicht für die Öffentlichkeit zugänglich sind, zum Beispiel den Keller oder die Dächer. Das ist meistens
sehr spannend. Nach meiner Ausbildung möchte ich gerne in meinem Ausbildungsbetrieb weiterarbeiten und später noch meinen Meister machen. “

Die große Vielseitigkeit dieses Berufs kennen die wenigsten. Bei der Konstruktionstechnik lernt man Türen, Fenster und Fassaden aus Stahl oder Aluminium herzustellen und zu montieren. Wenn tonnenschweres Material transportiert oder bewegt werden soll, braucht man Lastenaufzüge und Kräne in jeder Form und Größe. Im Bereich Nutzfahrzeugbau werden Fahrwerke, Rahmen
und Bremssysteme für Spezialfahrzeuge ganz individuell nach Kundenwünschen und technischen
Zeichnungen angefertigt, später regelmäßig gecheckt und wenn nötig repariert. Künstlerischen Anspruch erheben die kreativ geschmiedeten Teile aus Eisen und Kupfer, die als dekorative Elemente, wie zum Beispiel als Geländer oder Leuchten, eingesetzt werden. Routine gibt’s bei der Metallgestaltung nicht, da meistens Einzelstücke entstehen. Drauf haben muss man immer die ganze Bandbreite der Metallbearbeitung, Spanen, Umformen und Schweißen.

Ausbildungsdauer: 3 1/2 Jahre (42 Monate)

Jonas Piepers, Auszubildender zum Metallbauer mit dem Schwerpunkt Konstruktionstechnik

"Das Handwerk liegt schon immer in meiner Familie. Über einen Nebenjob in einer Schlosserei bin
ich dann letztlich zu meinem Ausbildungsberuf gekommen. Der Aufgabenbereich ist vielfältiger als man vielleicht denkt. Mein Ausbildungsbetrieb ist viel in der Lebensmittelindustrie tätig. Dort müssen die Maschinen, Förderbänder etc. gut zu desinfizieren sein. Dafür ist zum Beispiel Edelstahl
ideal geeignet. Das Aufgabenfeld erstreckt sich aber noch weiter bis hin zur Errichtung von Stahlhallen.
Mir persönlich gefällt vor allem das Schweißen – hier speziell das WIG-Schweißen, das wir gerade auf einem Lehrgang lernen. Später würde ich gerne noch einige Schweißprüfungen ablegen, um mich weiterzubilden."

Morgens rauf, abends runter – Tag für Tag muss ein Rollo funktionieren. Ein Rollladen- und Sonnenschutzmechatroniker stellt Rollläden, Jalousien und Markisen her. Rolltore, Roll- und Scherengitter in größeren Dimensionen für Industriehallen gehören ebenso dazu. Verarbeitet werden Holz, Aluminium, Stahl und Kunststoffe – Teilweise von Hand oder auf Spezialmaschinen. Der Rollladenbauer montiert mit seinem Team die oft mit Elektroantrieb ausgestatteten Anlagen in Neubauten oder renovierungsbedürftigen Altbauten. Auf Montage geht es von einem Ort zum andern.

Ausbildungsdauer: 3 Jahre (36 Monate)

Schilder- und Lichtreklame beleben das Straßenbild. Sie machen vor allem auf ansässige Geschäfte und Betriebe aufmerksam. Es hängt von den jeweiligen Wünschen und Zielen eines Betriebes ab, welche Gestaltung für ihn die optimale ist – und von der sachkundigen Beratung des Schildermachers. Voraussetzungen sind handwerkliches und gestalterisches Können. Das Entwerfen von Schriften und Zeichen gehört ebenso dazu wie die Montage von energiesparenden Lichtröhren und Leuchtkästen. Daher muss man auch mit Elektrotechnik umgehen können.

Ausbildungsdauer: 3 Jahre (36 Monate)

Sie sind die Spezialisten, die Aufgaben der Elektronik und Elektromechanik einschließlich der Software lösen. Der Systemelektroniker entwickelt zum Beispiel die fehlenden Bauteile für Elektrogeräte, denkt sich Schaltungen dafür aus oder steuert auch ganze Produktionsabläufe mit passender Software.
Beim Bau von Steuer-, Regel-, Mess- und Prüfeinrichtungen ist sehr präzise Feinarbeit gefragt. Doch bevor es damit losgeht, braucht man etwas Theorie: Physik, Elektrotechnik, Mikroelektronik, Pneumatik und Hydraulik.

Ausbildungsdauer: 3 1/2 Jahre (42 Monate)

Bevor für ein Produkt die Fertigung anläuft, wird ein Modell hergestellt. In Originalgröße oder maßstabsgerecht verkleinert. Das können Flugzeuge sein, Schiffe, Autos oder ganze Wohnanlagen im Architekturbereich. Oder Modelle von Bügeleisen, Armaturenbrettern und Autositzen, um deren Ergonomie zu testen. Doch es geht im Modellbau nicht nur darum, kleine Vorbilder zu schaffen, sondern auch um Formen, aus denen komplizierte Teile, zum Beispiel für Motoren und Maschinen gegossen werden. Jedes Detail wird mit viel handwerklichem Geschick nach Zeichnung gestaltet.
Natürlich bedient man sich zum Beispiel auch CNC-gesteuerter Maschinen, um die heute verlangte Präzision liefern zu können.

Ausbildungsdauer: 3 1/2 Jahre (42 Monate)

Innovative technische Ideen, kühne Architektur und modernes Design unserer Zeit verlangen eine schnelle planerische Umsetzung mit modernen technischen Mitteln. Der Computer ist eine wertvolle Hilfe, die richtige Anwendung der Programme absolut notwendig. Natürlich müssen auch Computer-Freaks mit Schablonen, Zirkel, Winkelmesser usw. umzugehen wissen. Aus Skizzen der Konstrukteure oder Architekten entstehen – meistens am Bildschirm – akkurate Pläne, mit denen jeder am Bearbeitungszentrum, in der Werkstatt oder am Bau arbeiten kann. Der Technische Systemplaner
weiß, welches Material wie verarbeitet, wo es eingesetzt werden kann und errechnet die jeweils erforderliche Menge. Zum Schreibtischtäter macht einen dieser Beruf nicht. Denn ab und zu geht es in die Werkstatt oder auf die Baustelle um zu vermessen, nachzumessen oder zu kontrollieren.

Ausbildungsdauer: 3 1/2 Jahre (42 Monate)

Uhren müssen richtig „ticken“, schwingen und gefallen. Bei Störungen nimmt der Uhrmacher die Sache sprichwörtlich unter die Lupe. Und die gibt die Sicht frei auf: Chronometer, Chronographen als mechanische Uhren, Quarzuhren mit integrierten Schaltkreisen, elektrische Schaltuhren sowie die moderne Technologie der Funkuhren. Für Reparatur und Wartung ist ein umfassendes Know-how in Elektronik und weiteren aktuellen Technologien erforderlich. Dazu eine ruhige Hand und Geduld für die Präzisionsarbeiten an winzig kleinen Rädchen, Spiralen und Hebelchen. Da geht es oft um Haaresbreiten. Turmuhren bieten etwas mehr Platz, erfordern aber ebenso viel Präzision bei Wartung und Reparatur.

Ausbildungsdauer: 3 Jahre (36 Monate)

Renko Ahlrichs, Auszubildender zum Uhrmacher

"Eigentlich habe ich mich für den Beruf des Feinwerkmechanikers interessiert. Bei einem Praktikum bei der Kunke GmbH habe ich dann den Beruf des Uhrmachers kennengelernt. Das hat mir so gut gefallen, dass ich mich hier für eine Ausbildung entschieden habe. Im Betrieb gefällt mir die entspannte Atmosphäre am besten. Mein bisheriges Highlight war, als ich eine große Uhr das erste Mal reparieren und überholen durfte. Es war ein super Gefühl, dass am Ende alles geklappt hat. Für eine Ausbildung als Uhrmacher braucht man viel Geduld und viel Feingefühl."

Energie sparen, gegen Lärm und Feuer schützen, Akustik verbessern durch Dämmen, Abdichten, Isolieren und Dämpfen. Je nach Aufgabenstellung mit speziell zu verarbeitenden Werkstoffen: Formteile, Platten, Bahnen aus Kork, Mineralwolle, Dachpappe und unterschiedliche Kunststoffe, um nur einige zu nennen. So kann das vielseitige Aufgabengebiet im Großen und Ganzen umrissen
werden. Wem Technik wie Umwelt gleichermaßen am Herzen liegen, kann beides als Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer aktiv in Einklang bringen. Ob an Schulen, Theatern, Senderäumen oder in Raffinerien – überall sind diese Fachleute gefragt.

Ausbildungsdauer: 3 Jahre (36 Monate)

Arthur Korolev, Auszubildender zum Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer

"Die Arbeit ist sehr zukunftsorientiert, denn das Thema ‚Energiesparen‘ wird immer wichtiger. Ich bin oft auf verschiedenen Baustellen unterwegs und arbeite sowohl in Fabrikhallen als auch in Privathäusern. Mir macht vor allem das Aufreißen von Formstücken und das Anbauen der Dämmungen viel Spaß."

Mit ihren Präzisionswerkzeugen und computergesteuerten Anlagen drehen, bohren oder schleifen Zerspanungsmechaniker auf den tausendstel Millimeter genau. Damit sich Bohrungen, Aussparungen oder Vertiefungen exakt an der vorgeschriebenen Stelle befinden, müssen CNC-Fräsen programmiert, Pläne gelesen, Werkzeuge und -stücke eingespannt und die fertigen Erzeugnisse gemessen und noch mal gemessen werden. Selbst kleinste Abweichungen oder Unebenheiten sind für Zerspanungsmechaniker ein Tabu. Sie stellen Bauteile zum Beispiel für die Automobilindustrie, Luft- und Raumfahrt oder Elektroindustrie her. Zerspanungsmechaniker arbeiten oft an computergesteuerten Werkzeugmaschinen. Sie sind zuständig für die Programmierung und für
das Einrichten von Fräsmaschinen, Bohr- und Fräswerken einschließlich der Werkzeuge und Vorrichtungen.

Ausbildungsdauer: 3 1/2 Jahre (42 Monate)

Egal ob man sich mit seinem Motorrad als „Easy-Rider“ fühlt oder auf Mountainbikes steht, als Zweiradmechatroniker hat man die Wahl zwischen Motorrad- und Fahrradtechnik. Hybridmotoren und die Anwendung der Hochvolttechnologie machen neue Reparatur- und Diagnoseanwendungen erforderlich. Mess- und Prüfgeräte sind voll im Einsatz. Schützende Karosserien haben diese Fahrzeuge alle nicht. Deshalb müssen sie beim Wartungsdienst gewissenhaft auf Verkehrssicherheit gecheckt werden. Fahrräder mit oder ohne Elektromotoren liegen voll im Trend als umweltfreundliches Verkehrsmittel und als Fitnessgerät. Hoch belastbare und leichte Werkstoffe kommen zum Einsatz. Kohlefaser, Karbon sowie Metalle und Hightech-Legierungen. Im Vormarsch: elektrische Antriebe. Vom Trekkingrad bis zum rekordverdächtigen Rennrad wird alles gewartet oder repariert. Geduld und Geschick sind gefragt, um die passenden Einzelteile wie Tretlager, Schalt- und Bremssysteme zusammenzubauen.

Ausbildungsdauer: 3 1/2 Jahre (42 Monate)

Joáo Alexandre de Jesus Marques, Auszubildender zum Zweiradmechatroniker

"Zu dem Beruf als Zweiradmechaniker fühlte ich mich einfach berufen. Ich habe früher schon viel an Rädern herumgeschraubt und jetzt ist das Teil meiner Ausbildung. Ich finde es besonders toll, alte Räder von 1903 zu restaurieren. Außerdem finde ich es super, dass ich die meisten Räder, die kaputt sind, wieder reparieren kann. So kann ich aktiv etwas gegen die Wegwerfgesellschaft tun."


Genuss und Geschmack

Das Bäcker-Handwerk ist aus unserem Alltag nicht wegzudenken. Es ist ein Beruf, der Tradition mit Hightech in ganz idealer Weise verbindet. Fast 400 Brotsorten und ca. 1200 Arten Feingebäck werden in deutschen Bäckereien hergestellt. Durch Können, Technik und cleveres Marketing sind Bäcker in der Lage, sich auf neue Verbrauchergewohnheiten und Trends einzustellen, zum Beispiel auf ballaststoffreiche Backwaren, Vollkornprodukte, etc. Ein guter Riecher, feiner Geschmack und Einfühlungsvermögen gehören ebenso dazu wie computergesteuerte Mehlsilierungsanlagen, automatische Knet- und Rührmaschinen sowie vollelektronische Backöfen.

Ausbildungsdauer: 3 Jahre (36 Monate)

Sun Min Lee, Auszubildende zur Bäckerin
Auszubildende zur Bäckerin an einem Tisch mit Brotteig. Weitere Auszubildende im Hintergrund

© Handwerkskammer Oldenburg

"Als ich aus Korea nach Deutschland gekommen bin, wollte ich hier erst studieren. Dann hat mich aber die vielfältige Backkultur hier sehr interessiert, sodass ich meine Ausbildung zur Bäckerin begonnen habe. Es hat mich überrascht, dass in der Backstube gar nicht mehr so viel mit den Händen gemacht wird, sondern viele Arbeitsschritte schon von Maschinen übernommen wurden. Später würde ich gerne meinen Meister machen und neue Backwaren kreieren."


Zum Durstlöschen genießt man es ebenso wie zu gepflegten Speisen. Gepflegt wird deshalb auch die Kunst des Brauens – nach dem deutschen Reinheitsgebot – versteht sich. Und das hat was für sich. Gebraut wird aus Hopfen, Malz, Hefe und Wasser. Ohne weitere Zutaten. Die Verbraucher können aus zahlreichen Sorten und Geschmacksrichtungen wählen, zum Beispiel: Pils, Export, Weizenbier, helles oder dunkles Bier und natürlich alkoholfreies Bier. Das ist bei weitem noch nicht alles, was aus Sudhäusern kommt, in denen das Maischen, Läutern und Hopfen kochen zu den Hauptaufgaben gehören. Bei dem vielseitigen Angebot ist sehr umfangreiches Wissen über Rohstoffe, Verarbeitung und Herstellung erforderlich, damit genau nach Rezept gebraut werden kann.

Ausbildungsdauer: 3 Jahre (36 Monate)

Durch den Duft der frischen Backwaren, die angenehme Atmosphäre im Verkaufsraum und ein freundliches Lächeln fühlt sich der Kunde wohl. Das Aufgabenspektrum ist groß und viel Verantwortung kommt auch hinzu. Warenkunde und Verkaufsgespräch, Kassieren und Abrechnen, Präsentieren und Dekorieren, Anrichten und Garnieren, Qualitätskontrolle, der Umgang mit Gerätschaften, Planung und Organisation, Catering und Gestaltung der Verkaufsräume. Der Fachverkäufer kann sich auf den Kunden einstellen und weiß, wovon er spricht. Ein Beruf für alle, die gern mit Menschen umgehen.

Ausbildungsdauer: 3 Jahre (36 Monate)

Lea Thobe, Auszubildende zur Fachverkäuferin im Lebensmittelhandwerk,
Schwerpunkt: Bäckerei
Auszubildende zur Fachverkäuferin am Bäcker-Regal in einem Bäckerei-Verkaufsraum

© Handwerkskammer Oldenburg

"In meinem Ausbildungsberuf habe ich sehr viel mit Menschen zu tun. Ich berate die Kunden, bringe Ihnen Kaffee und komme so auch mit ihnen ins Gespräch. Hier im Café haben wir auch viele Stammkunden. Das finde ich besonders schön. Toll ist auch, dass sich mein Ausbildungsbetrieb super um seine Auszubildenden kümmert. Was ich vorher nicht wusste ist, dass ich auch als Fachverkäuferin sehr früh aufstehen muss. Mein Arbeitstag beginnt um halb sechs. Aber daran gewöhnt man sich. Allgemein finde ich das Thema „Ernährung“ sehr spannend und kann mir deshalb gut vorstellen, nach meiner Ausbildung eine Weiterbildung zur Ernährungsberaterin zu absolvieren. Erst einmal möchte ich aber als Gesellin noch weitere Berufserfahrung sammeln."

Der Fachverkäufer kennt sich aus und weiß, wie Fleisch zubereitet wird und was in dieser oder jener Wurst drin ist. Kunden fragen viel – Fachverkäufer haben immer die richtige Antwort parat. Sie können aber noch viel mehr. Sie bereiten Salate zu, legen Aufschnittplatten, gestalten Buffets, organisieren Partyservice, sorgen für die dekorative, appetitliche Präsentation der Fleisch- und Wurstwaren.
Die Arbeit im Team, die Beratung der Kunden und die vielseitigen Aufgaben machen diesen Beruf aus. Im Zeichen der zunehmenden Bedeutung von Dienstleistung und Fachberatung hat dieser Wirtschaftszweig Zukunft.

Ausbildungsdauer: 3 Jahre (36 Monate)

Der Fleischer kennt sich aus mit verschiedenen Fleischqualitäten und -eigenschaften. Bevor er sein OK zum Verkauf gibt, prüft er Rind-, Schweine-, Kalb- und Lammfleisch
auf Güte und zerlegt es in appetitliche Stücke. Wenn's um die Wurst geht, zeigt der Fleischer besonders viel Fantasie und Geschmack. Immer wieder bereichert er
mit neuen Rezepten die große Auswahl an Wurstsorten. Moderne Maschinen erleichtern die Arbeit.

Ausbildungsdauer: 3 Jahre (36 Monate)

Moritz Sandkuhl, Auszubildender zum Fleischer
Auszubildende zur Fachverkäuferin am Bäcker-Regal in einem Bäckerei-Verkaufsraum

© Handwerkskammer Oldenburg

"Für mich war schon immer klar, dass ich einen handwerklichen Beruf erlernen möchte. Durch das Internet bin ich dann auf den Beruf des Fleischers aufmerksam geworden. Zu meinen Aufgaben in der Produktion gehört unter anderem das Zerlegen, welches mir viel Spaß bereitet. Auch der Umgang mit den Kollegen ist sehr familiär."


Der Genießer gibt sich gern den süßen Verlockungen der Konditoren hin. Die leckeren Spezialitäten sollen so gut schmecken, wie sie aussehen. Von zahlreichen
Pralinenspezialitäten, Kuchen, Creme- und Obsttorten, Eisspeisen bis hin zum „ausgewachsenen“ Baumkuchen. Neben süßen Backwaren werden auch kulinarische Highlights aus Fleisch, Fisch und Gemüse von Suppen bis zu Gratins gezaubert. Erlesene Vielfalt – fantasievoll entworfen, mit Raffinesse und Engagement selbstständig zubereitet. Wer künstlerisch begabt ist und die vielen Techniken und Rezepte zur Herstellung beherrscht, kann individuelle Kundenwünsche erfüllen.
Der Konditor kann mit modernen Maschinen umgehen und hat Spaß daran, hygienisch zu arbeiten.

Ausbildungsdauer: 3 Jahre (36 Monate)

Pia Grzeschista, Auszubildende zur Konditorin
Auszubildende zur Fachverkäuferin am Bäcker-Regal in einem Bäckerei-Verkaufsraum

© Handwerkskammer Oldenburg

"Vor meiner Ausbildung zur Konditorin habe ich Köchin gelernt. Da hat mir die Patisserie, also das Zubereiten der Nachtische, am besten gefallen. Deshalb wollte ich mich in diesem Bereich weiter spezialisieren. Bei Café Klinge habe ich zunächst ein Praktikum absolviert. Das hat mir so gut gefallen, dass ich mich da dann auch für einen Ausbildungsplatz beworben habe. Ich finde vor allem die Arbeit mit Schokolade total spannend. Die verschiedenen Sorten und die vielen verschiedenen Kombinationsmöglichkeiten sind toll. An meinem Beruf gefällt es mir auch, dass man sehr aufs Detail achten muss. Vor allem bei den Verzierungen ist Sorgfältigkeit und Kreativität gefragt. Ich würde nach meiner Ausbildung gerne noch viele andere Betriebe kennenlernen. Neue Sachen ausprobieren und vielleicht auch einmal ins Ausland gehen."


Bäcker, Teigwarenhersteller und private Haushalte verlangen nach konstant guter Qualität. Für Müller ist es also nicht damit getan, Korn zu mahlen und in Säcke
abzufüllen. Sicher, Kenntnisse über Getreidesorten und Mahlverfahren sind eine Selbstverständlichkeit, genauso wie Qualitätskontrollen der Rohstoffe und der Endprodukte. Dazwischen liegt eine Menge Technik: Die vollautomatische Produktionssteuerung. Elektronik und Elektrotechnik bestimmen weitgehend die Arbeitsabläufe. Man muss moderne Anlagen bedienen und warten können und wissen, wie sie funktionieren. Labortätigkeit rundet das Arbeitsfeld ab. Durch Analysen wird sichergestellt, dass das Mehl für die jeweils geforderten Ansprüche
die entsprechend richtige Beschaffenheit aufweist.


Ausbildungsdauer: 3 Jahre (36 Monate)

Modisch und kreativ

Mann scheitelt Haar eines anderen Mannes. Tatoowierung einer Schere auf der linken Hand des Friseurs

© ZDH

Ist die Kleidung zu groß oder zu klein, zerrissen oder abgenutzt oder soll ein anderes Aussehen erhalten, ist die Arbeit von Änderungsschneidern gefragt. Auch das
Ändern von Heimtextilien wie Gardinen oder Vorhängen gehört zum Aufgabengebiet. Änderungsschneider arbeiten mit Geräten, Maschinen und Einrichtungen, führen aber auch Näharbeiten von Hand aus. Nicht zuletzt
bügeln sie die Kleidungsstücke.

Besonderheit: Nach bestandener Prüfung besteht die Möglichkeit zur Fortsetzung der Ausbildung im Ausbildungsberuf Maßschneider/in (12 Monate).

Ausbildungsdauer: 2 Jahre (24 Monate)

Selbst im Zeitalter der elektronischen Medien erfreuen sich Leseratten nicht nur an guter Lektüre, sondern auch an Werken, die, unabhängig vom Inhalt, durch ihre
exklusive äußere Aufmachung gefallen. Einbände aus Geweben oder kostbarem Leder mit außergewöhnlicher zeichnerischer Gestaltung wecken sogar Sammelleidenschaften. Einband-Design zählt natürlich zu den Highlights des
Buchbinderhandwerks. Es gehören ebenso Erfahrung, Geschick und technisches Verständnis dazu, Zeitschrifteneinbände, Kästen, Kassetten aus verschiedenen Materialien herzustellen sowie Gold- und Farbschnitte zu fertigen und Prägearbeiten auszuführen. Weitere Aspekte der buchbinderischen Vielfalt: alte Bücher wieder
benutzbar machen oder Bilder in den richtigen Rahmen bringen.

Ausbildungsdauer: 3 Jahre (36 Monate)

Hinter jedem „Klick“ steckt eine Menge Erfahrung und Vorbereitungsarbeit. Alles muss stimmen: die Kamera, das Objektiv und natürlich auch das Motiv. Es wird – je
nach Aufgabenstellung – ins richtige Licht und in Szene gesetzt. Im Freien unter optimaler Ausnutzung des natürlichen Lichts an der ausgesuchten „Location“ oder im Studio mit „Flashlight“, „Hazylight“ und entsprechender Dekoration, die so aufwendig wie ein Bühnenbild gestaltet sein kann. Aussagekräftige Bilder bringen das „rüber“, was Kunden wünschen oder den eigenen kreativen Vorstellungen
entspricht. Und dazu ist auch das Talent des Motiv-Sehens notwendig. Wer bereit ist, neben einer Fülle an Technik, Physik, Geduld und Schlepperei auch noch Menschen, Natur sowie viel Computer zu seinen besten Freunden zu zählen, hat ihn, den passenden Beruf.

Ausbildungsdauer: 3 Jahre (36 Monate)

Verena Gerdes, Auszubildende zur Fotografin
Auszubildende zur Fotografin. Kamera vor ihr auf schwenkbarem Archiv. Hände an Kamera.

© Handwerkskammer Oldenburg

"Ich habe schon früh angefangen zu fotografieren. Es hat mich fasziniert, dass man so ganz persönliche Gefühle einfangen und wiedergeben kann. Deshalb gefällt mir auch der Kundenkontakt in meinem Ausbildungsberuf am besten. Das Schönste ist die Reaktion der Kunden auf die fertigen Bilder. Am liebsten begleite ich Hochzeiten mit Fotoreportagen oder fertige Porträtfotografien von jungen Leuten an. Am meisten überrascht hat mich, wie viel Technik in diesem Beruf steckt. Das fängt bei der Kamera an und geht über das Lichtsetzen bis zum Druck der Bilder."


Die Frisur soll zum Typ, zum Kopf – zum ganzen persönlichen Erscheinungsbild passen. Der Kunde will gestylt sein, Image und Individualität zeigen. Der Friseur kennt Trends und weiß, was en vogue ist. Seine Kunden erwarten: Geschick beim Schneiden, Färben, bei der Dauerwelle, Maniküre; individuelle Beratung, wenn es zum Beispiel um die Anwendung von Perücken und Toupets geht oder um fachgerechte Tipps für Make-up und kosmetische Artikel. Außer dem Fachwissen
muss auch Einfühlungsvermögen und Verständnis für die Belange der Kunden mitgebracht werden. Der Beruf des Friseurs umfasst vielerlei Bereiche – von
der Beurteilung der Haut, Haare bis hin zur individuellen Beratung des Kunden. Dass bei solch einer Palette der moderne Friseur nicht ohne Grundkenntnisse der Biologie
und Chemie auskommt, versteht sich von selbst.

Ausbildungsdauer: 3 Jahre (36 Monate)

Marlina Bockheim, Auszubildende zur Friseurin
Auszubildende zur Friseurin steht in Friseursalon.

© Handwerkskammer Oldenburg

"An meinem Ausbildungsberuf gefällt mir vor allem, der Kontakt mit den Kunden. Ich finde es schön, wenn ich die Kunden glücklich machen kann und das Beste aus ihnen rausholen kann. Neu für mich war, dass bei der Ausbildung auch viel Wert auf Nageldesign und Kosmetik gelegt wurde. Das habe ich gar nicht so sehr mit dem Friseurberuf verbunden."

Glas sorgt für klare Aussichten und für abwechslungsreiche Ansichten. Als Stil- und Bauelement moderner Architektur setzt Glas spiegelnde Akzente. Eindrucksvolle
Glasfassaden und -fronten an Büro- und Geschäftsgebäuden machen das deutlich.
Auch an Ein- und Mehrfamilienhäusern und bei der Altbaurenovierung ist dieser Werkstoff wesentlicher Bestandteil fantasievoller Gestaltung. Der Glaser bringt wärme- und schalldämmendes sowie einbruchhemmendes Glas für umweltfreundliches, wirtschaftliches und sicheres Bauen in die gewünschte Form.
Wer sich auf Inneneinrichtung spezialisiert, verwirklicht Glas-Design in Form interessanter Konstruktionen wie Theken, Vitrinen, Spiegel, Kunstverglasungen, Bildereinrahmungen, Schaufenster- und Ganzglasanlagen.

Ausbildungsdauer: 3 Jahre (36 Monate)

In diesem Beruf kann man von Selbstverwirklichung sprechen. Im wahrsten Sinne des Wortes werden brillante Ideen in die Tat umgesetzt. Mit Fingerspitzengefühl –
vom Entwurf bis zur Fertigung, mit den Grundlagen der Metallbearbeitung, den Kenntnissen über Werkstoffe und zeichnerischem Talent. Jedes Schmuckstück ist Ausdruck von eigener Persönlichkeit, Kreativität und handwerklicher Kunstfertigkeit. So wird etwas Wertbeständiges aus Edelmetall und Edelsteinen geschaffen, das viele modische Trends übersteht. Oder es werden Werte erhalten durch das Restaurieren,
Umarbeiten und Pflegen von Schmuckstücken und sakralen Gegenständen. Mit Begabung und Können kann man sich selbstständig und sogar einen „Namen“ machen.

Ausbildungsdauer: 3 Jahre (36 Monate)

Karoline Lange, Auszubildende zur Goldschmiedin
Auszubildende zur Friseurin steht in Friseursalon.

© Handwerkskammer Oldenburg

"Ich habe schon früher sehr gerne gezeichnet und gebastelt. Deshalb war mir klar, dass ich auch beruflich gerne etwas Kreatives machen wollte. Als Goldschmiedin kann man sehr kreativ sein, wenn es darum geht, neue Schmuckstücke zu entwerfen. Besonders überrascht war ich von der Vielfalt der Materialien, mit denen man arbeitet. Schön finde ich auch den Kundenkontakt und die Auftragsarbeiten der Kunden. Wenn man ein Schmuckstück nach ihren Wünschen entwirft und fertigt und es ihnen am Ende gefällt ist es natürlich umso schöner." 


Beim Töpfern heißt es zupacken, kneten und in die Vollen gehen – mit Leib und Seele. Kreativ wie auch körperlich. Schöpferische Kraft geht durch die Hände direkt in
den Werkstoff Ton. Aus einer unförmigen Masse entstehen die schönsten Gegenstände. Zum Gebrauch oder zur Dekoration: Vasen, Schalen, Tassen, Teller, Krüge, Ofenkacheln, Gartenkeramik, Reliefs, Wandverkleidungen und alles, was an persönlichen Ideen entwickelt oder nach Kundenwunsch kunstvoll gefertigt wird.
Auch bei den weiteren Arbeitsgängen sind geschickte, sensible Hände erforderlich. Etwa beim Glasieren oder bei der Keramikmalerei. Hier wird mit Fantasie und
Farbe originell gestaltet. Durch das Brennen werden Gegenstände aus Keramik beständig gegen Witterungseinflüsse und verlieren nichts von ihrem Gebrauchsnutzen. In der modernen Technik dient gebrannte Keramik häufig als hochbelastbarer Werkstoff.

Ausbildungsdauer: 3 Jahre (36 Monate)

Der Alltagsstress belastet nicht nur die Seele, sondern auch den Körper. Wie gut, dass es Kosmetiker gibt, die Entspannung schenken und in eine Wohlfühlwelt entführen. Schönheit kommt wesentlich von innen – ganzheitliche Beratung gibt‘s auch zu Ernährung und Gesundheit. Mit Fingerspitzengefühl machen sie auch optisch das Beste aus jedem Typ. Sie pflegen Haut und Nägel, reinigen die Haut, entfernen unerwünschte Haare, geben Dampfbäder, Masken, Massagen und das passende Make-up. Daneben handeln Kosmetiker fachgerecht mit kosmetischen Produkten.
Für die Beratung in der Kosmetik braucht man Einfühlungsvermögen, schließlich steht man „hautnah“ mit den Kunden in Kontakt!

Ausbildungsdauer: 3 Jahre (36 Monate)

Der Beruf des Maßschneiders umfasst die Berufe Damen- und Herrenschneider. Maßschneider brauchen ein offenes Ohr für die Wünsche ihrer Kunden und einen sicheren Blick für das, was am besten zur Figur und zu Gesicht steht. Im Beratungsgespräch werden Ideen und Wünsche unter einen Hut gebracht. Maßschneider zeigen Geschick bei der Wahl des Stoffes, dem passenden Design sowie des richtigen Schnitts. Sie kennen die aktuelle Mode und die brandneuen Looks und fertigen nach eigenen Entwürfen an. In diesem Beruf hat Kreativität einen
großen Freiraum, der verbunden mit den handwerklichen Fähigkeiten die besten Entwürfe zaubert. Dazu ist das Zeichnen von Schnittmustern, das Maßnehmen, das Zuschneiden, das Nähen und Bedienen moderner Maschinen erforderlich.

Ausbildungsdauer: 3 Jahre (36 Monate)

Franziska Dierker, Auszubildende zur Maßschneiderin
Auszubildende zur Friseurin steht in Friseursalon.

© Handwerkskammer Oldenburg

"Ich bin über ein Praktikum bei einer Modedesignerin auf den Beruf der Maßschneiderin aufmerksam geworden. In meinem Ausbildungsbetrieb lerne ich den Schwerpunkt Herren. Mir wurde bereits im Vorstellungsgespräch genau erklärt, worum es sich während meiner Ausbildung drehen wird. Ich lerne wie man Hosen, Westen und Sakkos herstellt. Dafür ist viel Geduld wichtig, denn nicht immer klappt alles gleich wie man es sich vorgestellt hat. Nach meiner Ausbildung würde ich gerne Reisen und in anderen Stäten diesen Beruf weiter ausüben, gerade Berlin reizt mich sehr".

Modische Formen, individuelle Wünsche – alles unter einem Hut. Der Modist entwirft und fertigt fantasievolle Kopfbedeckungen vor allem für die Damenwelt.
Beim Entwurf kommt es nicht nur auf die ausgefallene Form an. Die Gestaltung berücksichtigt auch die Persönlichkeit, das Aussehen, die bevorzugte Kleidung der
jeweiligen Kundinnen. Es soll alles zusammenpassen und die Individualität unterstreichen. Die Ideen verwirklicht der Modist mit handwerklichem Können. Er schneidet, näht und formt die jeweils geeigneten Materialien. Zum Beispiel Filz, Seide, Stoffleinen. Dazu noch Werkstoffe, die so manchen Hut schmücken: Federn, Blüten, Bänder etc.


Ausbildungsdauer: 3 Jahre (36 Monate)

An kostbaren Materialien für Wand und Boden legen Raumausstatter Hand an. Kreativ, geschmackvoll, geschickt. Wer Stilempfinden, Einfühlungsvermögen und
kunsthandwerkliches Geschick hat, findet in diesem Beruf ein weites Betätigungsfeld. Und immer wieder kommen neue Kunden mit unterschiedlichsten Wünschen. Die einen wollen eine anspruchsvolle Dekoration, die anderen ihre Polstermöbel aufgearbeitet oder restauriert haben und wieder andere wünschen sich die komplette Raumgestaltung. Durch eine schier unübersehbare Vielfalt von Materialien können auch ausgefallenste Kundenwünsche realisiert werden. Daher ist das Beraten genauso wichtig wie das handwerkliche Können.

Ausbildungsdauer: 3 Jahre (36 Monate)

Theresa Meyer, Auszubildende zur Raumausstatterin
Auszubildende zur Friseurin steht in Friseursalon.

© Handwerkskammer Oldenburg

"Auf den Ausbildungsberuf des Raumausstatters bin ich über ein Praktikum gekommen, als ich an der Fachoberschule für Gestaltung war. Mir gefallen die vielen Gestaltungsmöglichkeiten und die Vielseitigkeit des Berufs. Momentan beschäftige ich mich mit dem Aufpolstern von Sesseln und Sofas. Außerdem gehören auch Sonnen- und Sichtschutz und Teppichböden zu meinem Aufgabengebiet. Am liebsten mag ich das Polstern und ich fahre auch gerne mit zu den Kunden raus. Ich finde es toll, viele neue Geschmäcker kennenzulernen."

Cabrio-Verdeck defekt. Dann nichts wie hin zum Sattler. Der fertigt bei Bedarf auch ein komplett neues Verdeck oder Sitzpolster, falls eine Reparatur sich nicht mehr
lohnt. Das Aufgabengebiet des Autosattlers umfasst darüber hinaus die Fertigung und Reparatur von Planen und Innenausstattungen für Fahrzeuge aller Art. In diesem Beruf gibt es noch zwei weitere Spezialisierungsmöglichkeiten. Entweder zum Reitsportsattler oder zum Fein- und Sportartikelsattler. Egal, auf welchen Bereich die Entscheidung fällt – alle drei haben grundlegende Gemeinsamkeiten: die Verarbeitung von Leder und anderen Werkstoffen; die Holz- und Metallbearbeitung; Näh-, Stanz- und Pressmaschinen und die Werkzeuge.

Ausbildungsdauer: 3 Jahre (36 Monate)

Der Schuhmacher – die richtige Adresse, damit Schuhwerk "auf dem Laufenden" bleibt. Er ist aber auch die richtige Anlaufstelle, wenn Kunden Neuanfertigungen nach Maß wünschen. Dabei zeigt der Schuhmacher Kreativität und umfangreiches Können. Weitreichende Materialkenntnisse gehören ebenso dazu wie der Aufbau eines fußgerechten Schuhs. Zudem führt der Schuhmacher Änderungen aus, arbeitet z. B. Fußstützen oder Verstärkungen ein, damit Schuhe auf Schritt und Tritt bequem sitzen. Und er bringt Schuhe auf Vordermann durch neue Absätze, Sohlen oder Färben. Er kennt die aktuellen Farben und Mode-Trends. Bei vielen Aufgaben erleichtern moderne Maschinen die Arbeit.


Ausbildungsdauer: 3 Jahre (36 Monate)

Jedes Boot bzw. Schiff, das die Windkraft nutzt, braucht richtig bemessene Segel. Der Segelmacher berechnet die entsprechenden Maße und zeichnet die Schnittmuster.
Er schneidet die Segel aus Tuchbahnen zu, die dann maschinell zusammengenäht werden. Dabei ist auf äußerste Reißfestigkeit von Material und Naht zu achten.
Denn der Wind packt oft gewaltig zu, ob bei einer Regatta oder einem Segel-Törn auf hoher See. Auch gibt es für die verschiedenen Einsatzzwecke spezielle Tucharten,
die der Segelmacher kennen muss. Für ihn ist es vorteilhaft, selbst segeln zu können sowie Takelungsarten zu beherrschen. Darüber hinaus fertigt der Segelmacher Planen für Lastwagen, Markisen und Überdachungen.

Ausbildungsdauer: 3 Jahre (36 Monate)

Seile, Taue, Trossen spielen in unserem Leben eine große Rolle. Oft genug hängen von deren Tragfähigkeit Menschenleben ab. Denken wir z. B. an die gipfelstürmenden Seilschaften, die sich bei kühnen Klettertouren durch Seile sichern. Jedes Seil muss für seinen Einsatz die entsprechende Festigkeit aufweisen – ob es aus Natur-, Chemiefaser oder Stahldraht gefertigt ist. Um solche Stränge herzustellen, muss der Seiler Verseil-, Seilschlag- und weitere Maschinen bedienen können. Und er muss zu spleißen verstehen. Dieser Beruf verlangt eine große Portion Verantwortungsbewusstsein und Zuverlässigkeit. Es hängt viel davon ab. Neben der
handwerklichen Tätigkeit muss der Seiler sich auch mit modernen Maschinen auskennen. Außerdem muss er über die einzelnen Fasern und die gesetzlichen Vorschriften Bescheid wissen.

Ausbildungsdauer: 3 Jahre (36 Monate)

Organisieren und Service

Mann scheitelt Haar eines anderen Mannes. Tatoowierung einer Schere auf der linken Hand des Friseurs

© Manfred Grünwald

Neben guten kaufmännischen und technischen Kenntnissen wird bei diesem Ausbildungsberuf vor allem auch auf gute Serviceleistungen Wert gelegt. Dazu gehört natürlich auch, dass man die Fahrzeuge nicht nur vom Ausstellungsraum oder vom Prospekt her kennt, sondern auch in der Werkstatt die Grundbegriffe der
Kfz-Technik mitbekommt. Weitere wichtige Schwerpunkte dieser Ausbildung
sind neben den Serviceleistungen unter anderem auch die Arbeitsorganisation und die Kommunikation, der Markt und der Vertrieb sowie Finanzdienstleistungen.
Außer den Fertigkeiten und Kenntnissen, die man während der dreijährigen Ausbildungszeit erwirbt, sollte man natürlich gerne mit Menschen zusammenarbeiten.

Ausbildungsdauer: 3 Jahre (36 Monate)

Anna-Lena Wegmann, Auszubildende zur Automobilkauffrau
Auszubildende zur Fotografin. Kamera vor ihr auf schwenkbarem Archiv. Hände an Kamera.

© Handwerkskammer Oldenburg

"Ich wollte schon immer in den kaufmännischen Bereich gehen. Ursprünglich habe ich mich als Kauffrau für Büromanagement beworben,  aber da ich eine sehr offene Art habe, hat mich der Beruf zur Automobilkauffrau auch sehr angesprochen. Besonders viel Spaß macht mir der Kontakt mit Kunden und das Umfeld in meinem Betrieb ist auch sehr gut."

Eine sehr sensible Aufgabe haben die Bestattungsfachkräfte. Sie meistern gemeinsam mit den Angehörigen einfühlsam die vielseitigen Aufgaben eines
Trauerfalls. Für diesen Beruf muss man ein besonderes Gespür haben, Einfühlungsvermögen steht über allem. Daneben ist aber auch ein gutes kaufmännisches Verständnis, um Bestattungsvorsorge und verschiedene
Finanzierungsmöglichkeiten anbieten zu können, gefragt. Rechtsvorschriften, Gesundheitsbestimmungen und Bräuche zur Bestattung sollte man
gut kennen. Zu den Aufgaben gehört die fachgerechte Überführung
und Behandlung des Leichnams ebenso wie die organisatorische, verwaltungsmäßige Abwicklung des Begräbnisses. Auch das Handwerk kommt
hier nicht zu kurz: Obwohl der Bestatter vor allem Dienstleister ist, muss er auch Särge ausstatten, anpassen und mit modernem Werkzeug umgehen können.
Dieser Beruf ist passend für Leute, die den richtigen Ton treffen, Gespür für die Gefühle der Menschen und keine Angst vor dem Umgang mit Tod und Trauer haben.

Ausbildungsdauer: 3 Jahre (36 Monate)

Hier geht es nicht darum, Staub aufzuwirbeln, sondern vielmehr um hygienische Sauberkeit. Die Tätigkeit dient nicht nur der Gesundheit des Menschen, sondern auch der Werterhaltung von Gebäuden jeglicher Art – durch Reinigung von Fassaden, Pflege von Bodenbelägen verschiedenster Materialien. Die entsprechenden Reinigungsmittel müssen richtig dosiert und mit modernen Hochleistungsmaschinen umweltschonend eingesetzt werden. Mit Spannung können neue Aufgaben erwartet werden, wenn sie wechseln bei diesem Beruf so häufig wie die Einsatzorte. Das sind zum Beispiel Krankenhäuser, wo unter anderem Desinfektion eine große Rolle spielt, oder Großraumbüros, Warenhäuser, historische Bauwerke und viele weitere Einsatzorte mehr. Mit dem Wissen um Hygiene und umweltschützende Maßnahmen wird in diesem Beruf ein absolut "cleaner" Beitrag zum Erhalt unseres Lebensraumes geleistet.

Ausbildungsdauer: 3 Jahre (36 Monate)

Wenn ein Handwerksbetrieb auf vollen Touren läuft, sollten Büroarbeiten nicht auf der Strecke bleiben. Sonst geht der Überblick verloren und unter Umständen
auch der Erfolg. Kümmert sich der Meister mit seinem Team um die fachlichen Belange des Betriebs, übernimmt das Büro sozusagen die „Navigation“. Das
heißt, es sorgt dafür, dass jederzeit Klarheit über die Betriebsabläufe und -strukturen besteht. Zahlen und Fakten über den aktuellen Stand der Dinge müssen
zu jeder Zeit griffbereit sein: dies sind zum Beispiel Einnahmen, Ausgaben, Produktionskosten, Löhne und Gehälter. Dazu kommt der Bereich der Terminüberwachung, Kostenrechnung, Kalkulation und eben die ganze
Buchführung. Gleichzeitig sind sie auch Experten in schriftlicher und mündlicher Kommunikation, verfassen zum Beispiel Briefe, E-Mails und organisieren
Tagungen und Seminare, kümmern sich um die Vor- und Nachbearbeitung von Sitzungen und Besprechungen. Kaufleute für Büromanagement sind in allen Handwerkssparten nötig. Vom Autohaus über den Elektroinstallationsbetrieb
bis zum Baugeschäft – überall dort, wo das Büro die Drehscheibe zum Geldverdienen
ist, werden sie gebraucht.

Ausbildungsdauer: 3 Jahre (36 Monate)

Janina Scholz, Auszubildende zur Kauffrau für Büromanagement
Auszubildende zur Friseurin steht in Friseursalon.

© Handwerkskammer Oldenburg

"Ich habe mich für die Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement entschieden, da es eine gute Grundausbildung ist und später viele Möglichkeiten eröffnet. Meistens arbeite ich am PC oder telefoniere. Ich habe aber auch viel Kundenkontakt. Das gefällt mir besonders gut. Seit kurzem gibt es in meinem Ausbildungsberuf die
Möglichkeit, sich mit Wahlqualifikationen auf bestimmte Bereiche zu spezialisieren. Dann hat man mehr Zeit in den Abteilungen, die einen stärker interessieren. Ich habe mich neben „Kaufmännischer Steuerung und Kontrolle“ für „Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungsmanagement“ entschieden. Das fand ich besonders spannend. Nach der Ausbildung möchte ich vielleicht noch studieren."

„Der Fleck muss weg“. Für den Textilreiniger kein Problem. Er weiß, welche Wasch- und Fleckentfernungsmittel und welche Maschinen eingesetzt werden müssen.
Er kennt Textilien, Pelze, Teppiche, Leder und ihre Eigenschaften genau. Das ist auch notwendig, denn nicht jedes Material verträgt jede Bearbeitungsart. Von der Arbeitshose über Anzüge bis hin zum wertvollen Abendkleid, von der Hotelwäsche bis zur Bettwäsche aus Seide. Der Textilreiniger sorgt für Sauberkeit und Hygiene,
geht sehr umweltbewusst bei der Behandlung und beim Einsatz der Reinigungs- und Waschmittel vor. Er braucht umfangreiches Fachwissen und technisches Know-how für einen großen Maschinenpark: Pressen, Bügelmaschinen, Mangeln, Reinigungs- und Waschmaschinen.

Ausbildungsdauer:
3 Jahre (36 Monate)

Fit und Gesund

Zahngebiss im Vordergrund in Halterung eingespannt. Junge Frau mit Gummihandschuhen schaut auf Gebiss

© amh-online.de

Menschen wollen gut sehen und dabei attraktiv aussehen. Der Augenoptiker kümmert sich also in zweierlei Hinsicht ums Auge. Er kennt die aktuelle Brillenmode
und hat einen Blick für das Gestell, das am besten zum Kunden passt. Im Vordergrund steht natürlich das Glas mit dem richtigen Schliff für besseres
Sehen oder auch die entsprechende Kontaktlinse. Die Anfertigung erfolgt hierbei entweder nach eigenen Überprüfungen oder nach Verordnung des Augenarztes.
Das sichere Bedienen optischer Geräte in der Werkstatt und spezielles physikalisches Wissen gehören ebenso zum Alltag des Augenoptikers wie auch die persönliche und freundliche Beratung im Verkaufsraum.

Ausbildungsdauer: 3 Jahre (36 Monate)

Jacqueline Engel, Auszubildende zur Augenoptikerin
junge Frau steht an Schleifgerät für Gläser

© Handwerkskammer Oldenburg

"Den Beruf des Augenoptikers fand ich seit der siebten Klasse interessant. Da habe ich selber eine Brille bekommen. In der neunten Klasse habe ich dann noch ein Praktikum bei einem Optiker gemacht. Das hat mich davon überzeugt, eine Ausbildung in dem Beruf zu absolvieren. Es gefällt mir besonders gut, dass die Tage sehr abwechslungsreich sind. Mir gefällt sowohl die Arbeit in der Werkstatt, also das Gläser schleifen, als auch das Kundengespräch im Verkauf sehr gut. Es ist toll, Kunden in der Stadt wiederzutreffen und zu wissen 'Die Brille hab ich ihm oder ihr verkauft.' "


Beim Hörakustiker stehen der Mensch und seine Gesundheit, sein Hörvermögen im Mittelpunkt. Dank Elektronik und feinen Messmethoden können Schäden beziehungsweise Schwächen an dem empfindlichen Sinnesorgan Ohr wettgemacht werden. Hörgeräte werden elektroakustisch individuell angepasst. Ton- und Sprachaudiometer gehören zum Handwerkszeug. Damit werden die Hörgrenzen ermittelt. Das Ohrpassstück wird maßgenau angefertigt, denn die Form entscheidet wesentlich über die neue Hörqualität beim Kunden. Dabei darf aber die menschliche
Seite nicht vergessen werden. Ganz wesentlich ist es, Vertrauen aufzubauen, indem
man auf die Probleme der Kunden eingeht, Verständnis zeigt, zuhört und kompetente Beratung bietet. Viele hörbehinderte Menschen brauchen die Leistungen des Hörakustikers, um in der Gesellschaft integriert zu bleiben.
Der Hörakustiker muss nicht nur gutes handwerkliches Geschick und Kenntnisse in der Akustik und Elektrizitätslehre aufweisen, er hat auch gute Kenntnisse in der Anatomie und den Erkrankungsmöglichkeiten des Ohres.

Ausbildungsdauer: 3 Jahre (36 Monate)

Karsten Veen, Auszubildender zum Hörgeräteakustiker
junger mann sitzt vor Arbeitstisch

© Handwerkskammer Oldenburg

"Mir gefällt an meinem Ausbildungsberuf, dass er eine perfekte Kombination aus Beratung, kaufmännischem Denken und Handwerk ist. Ich finde es toll, dass ich viele verschiedene Menschen kennenlerne – vom Kind bis zum Senioren – deren Hörsituation mich immer wieder vor neue Herausforderungen stellt. Denn jeder Mensch hat andere Ansprüche an sein Hörgerät. Diese muss ich im Kundengespräch herausfinden. Überrascht hat mich der hohe Anteil an Physik und Elektrotechnik in der Ausbildung."

Als Orthopädieschuhmacher sorgt man dafür, dass sich gehbehinderte Menschen in ihren Schuhen wohlfühlen. Man fertigt die orthopädischen Hilfsmittel meistens aus den Materialien Leder und Kunststoff, immer in sehr enger Zusammenarbeit mit Fachärzten an. Zu den Produkten gehören zum Beispiel Einlagen, Innenschuhe,
Bandagen und Beinverlängerungsprothesen. Während seiner Ausbildung bringt man anatomische Kenntnisse und handwerkliche Fertigkeiten miteinander in Einklang. Selbstverständlich sollte es einem auch grundsätzlich Spaß machen, anderen Menschen zu helfen und auf ihre individuellen Bedürfnisse einzugehen.

Ausbildungsdauer: 3 1/2 Jahre (42 Monate)

Keno Oelrichs, Auszubildender zum Orthopädieschuhmacher
junger Mann sitzt in Werkstatt mit Hörschutz auf dem Kopf

© Handwerkskammer Oldenburg

"Für das Thema 'Schuhe' war ich irgendwie vorbelastet, da mein Vater schon ein Schuhgeschäft hatte. Mir gefällt es, dass hier technisches und handwerkliches Arbeiten verbunden wird und auch der Kundenkontakt nicht zu kurz kommt. Ich habe viel neues gelernt, zum Beispiel den Umgang mit Maschinen. Nach der Ausbildung will ich mich auf jeden Fall noch weiterbilden. In diesem Berufsfeld gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, sich zu spezialisieren."


Der Orthopädietechnik-Mechaniker fertigt Prothesen und orthopädische Hilfsmittel an. Diese werden individuell aus Holz, Leder, Metall oder Kunststoff gefertigt.
Natürlich wird dabei die handwerkliche Fertigkeit gefordert. Aktuelle Technik unterstützt bei der Ausführung der Arbeiten. Durch neue Technologien werden
aber auch die Funktionen einiger orthopädischer Hilfsmittel verfeinert.
Es gibt zum Beispiel elektronisch gesteuerte Prothesen, weshalb Orthopädietechnik-Mechaniker sich auch auf den Gebieten der Elektronik, Pneumatik und Hydraulik
auskennen müssen. Wer menschlich denkt, wer daran mitarbeiten will,
Behinderten das Leben lebenswerter zu gestalten und wer Einfühlungsvermögen für die Wünsche der Patienten besitzt, der wird in diesem Beruf Erfüllung finden.

Ausbildungsdauer: 3 Jahre (36 Monate)

Der wortwörtliche „Zahn der Zeit“ nagt eben auch an den echten Zähnen. Doch wer seinen Biss nicht ganz verlieren will, lässt sich einen entsprechenden Ersatz anfertigen. Der Weg geht über den Zahnarzt, der wiederum eng mit dem Zahntechniker zusammenarbeitet. Die Arbeitsgrundlage sind Abformungen von Zähnen oder Kiefern und in Fachsprache verfasste Beschreibungen über Art und Ausführung des jeweiligen Auftrags. Von Kronen über Brücken bis zum kompletten Zahnersatz. Die Anfertigung, die zahlreiche Arbeitsgänge umfasst, erfordert naturwissenschaftliche Kenntnisse und gestalterische Fähigkeiten. Der Zahntechniker braucht viel Geduld und Ausdauer, zum Beispiel beim Modellieren.
Dieser Beruf verlangt Fingerfertigkeit, Verantwortungsbewusstsein, ein ästhetisches und künstlerisches Empfinden und die ständige Auseinandersetzung mit neuen
Technologien und Methoden der Zahntechnik. Außerdem sind hier auch genaue Kenntnisse in der Verarbeitung von Gold, Keramik und weiteren Materialien erforderlich. 

Ausbildungsdauer: 3 1/2 Jahre (42 Monate)

Sophia Osterkamp, Auszubildende zur Zahntechnikerin
junger Frau sitzt in weißem Kittel an einem Arbeitstisch und bearbeitet ein Gebiss. Blick in die Kamera.

© Handwerkskammer Oldenburg

"Ich finde es super, dass ich etwas herstelle, mit dem ich den Menschen helfen kann. Das ist ein tolles Gefühl. Vor meiner Ausbildung habe ich schon viele verschiedene Berufe ausprobiert und bin letztendlich durch ein Praktikum auf meinen Traumberuf als Zahntechnikerin gestoßen. Die Ausbildung ist extrem vielseitig und hat einen hohen handwerklichen und naturwissenschaftlichen Anteil. Aber auch die ästhetischen Anforderungen bei einer Zahnprothese sind nicht zu unterschätzen."